Kokos-Milchreis-Obst-Auflauf

Kokosmilch-Reis-Obst-Auflauf

Weißer Reis nimmt unter den Getreiden eine Sonderstellung ein, denn er enthält praktisch keine Anti-Nährstoffe und ist nicht ungesund. Vielmehr ist er eine sichere Quelle für Kohlenhydrate*. Romantischer –kulinarisch– betrachtet ist Reis durch seine Textur eine hervorragende, vielseitige Grundlage für allerlei köstliche Speisen. Und da der Begriff Milchreis keinerlei Aussage über die Art der Milch trifft, lassen sich hier zwei Zutaten, die scheinbar nicht zu Urgeschmack oder der Steinzeiternährung ("Paleo-Diät") passen (nämlich Milch und Getreide), zu einem köstlichen und gesundheitlich unbedenklichen Dessert vereinen: Milchreis auf Basis von Kokosmilch, kombiniert mit Obst der Saison (das Foto stammt aus der Heidelbeersaison).

Zutaten

  • 125g Milchreis
  • 125ml Kokosmilch**
  • 375ml Wasser**
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Honig
  • 2 Eigelb
  • 2 Eiweiß als Eischnee
  • Obsteinlage: Wahlweise Heidelbeeren, Kirschen, Äpfel, Bananen...
  • Optional: Zimt

** Wer mag, kann das Wasser weglassen und stattdessen 500ml pure Kokosmilch verwenden - dies wird wesentlich fetthaltiger und ist für das Gelingen nicht notwendig.

Zubereitung

Wasser, Kokosmilch, Salz und Reis zusammen in einen Topf geben und kurz aufkochen, anschließend unter gelegentlichem Rühren rund 30 Minuten ziehen lassen.

Währenddessen die Auflaufformen und das Obst vorbereiten. Beeren eignen sich auch frisch als unterste Schicht, Äpfel am besten in kleine Würfel schneiden und in etwas Butter und Zimt (oder auch Nelken) anbraten (geht auch gut mit Bananen).

Wenn der Milchreis fertig ist, zwei Eier trennen, das Eigelb und den Honig in den Reis rühren. Eiweiß zu Schnee schlagen und vorsichtig unter den Reis heben.

Den Reis auf das Obst schichten, mit Zimt bestreuen und anschließend 15-20 Minuten bei 160°C backen. Anschließend ist der Kokosmilchreis-Obst-Auflauf servierbereit.

Dieses Rezept als Video.

* Dieses Dessert enthält pro Portion je nach Wahl des Obstes rund 30g Kohlenhydrate.

Diese Menge reicht für 4 Portionen.

Paleo Milchreis

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26 Kommentare zu “Kokos-Milchreis-Obst-Auflauf

  1. Leo

    Lieber Felix,

    ich bin ein großer Milchreis-Fan und habe ihn nun schon oft mit Sojamilch gekocht. Mich würde interessieren, ob es einen speziellen Grund gibt, wieso du hier keine Sojamilch benutzt. Liegt das an der “steinzeitlichen” Ausrichtung der Ernährungsweise oder hat es vielleicht noch einen anderen Grund? Oder anders formulieren: findest du Sojamilch bedenklich? Ich habe nun schon öfter gehört, dass Sojaprodukte nicht so unbedenklich sind, wie uns die Industrie gerne glauben macht…

    Viele Grüße,
    Leo

  2. Zeljko

    Hallo Felix,
    erstmal vielen Dank für all die kompetenten Berichte und schmackhaften Rezepte.
    Ich möchte mich gesund ernähren und ungern auf mein tägliches Müsli mit Hafermilch amaranth und buchweizen verzichten.
    Lässt sich das vereinbaren?
    Und vieleicht kannst du etwas über gesunde kohlenhydrate bringen, falls es die gibt
    im vorraus Dank
    Gruß
    Zeljko

  3. Julia

    Hallo Felix.
    Kann ich zum süßen von Speisen auch STEVIA verwenden anstelle von Honig, oder sollte man lieber die Finger davon lassen.
    LG. Julia
    Ps. Deine Seite ist genial!!!! Vielen Dank!!!!!

    1. Felix

      Stevia kann man nehmen. Ich würde davon die Finger lassen. Die reinen Produkte schmecken meist recht bitter und die anderen enthalten immer noch irgendwelchen anderen Schweinkram. Da esse ich lieber ein echtes Süßungsmittel und halte mich mit der Menge zurück.

  4. Maria

    @ Manuel 😉

    Arsen hätte den Vorteil 😉
    dass Du das nächste Mal Alles alleine essen könntest,
    vorausgesetzt dieses eine Mal kannst Du Dich zurückhalten.

    Ich wünsche UNS ALLEN
    ein WUNDERvolles schönes gesundes und LEBENsfrohes
    Urgeschmack – Jahr 2014

  5. Slava

    Hey Felix,
    das Milchreisrezept hier ist ja nun hier in der 100% Paläo Abteilung ,
    aber es fällt schwer zu glauben, dass die Urmenschen tatsächlich Reis gesammelt und verzehrt haben … gnauso wahrscheinlich ist es ja , dass sie sich wild wachsende Kornsorten oder Kartoffeln gesucht haben .
    Wieso sin die Rezepte als nun so lasch was das Grundprinzip angeht ?
    Süßkartoffeln dürften an sich ja nämlich die selbe Position wie normale Kartoffeln haben.
    PS.
    Du hattest ein Video mit 5 Nachteilen der Urernährung gemacht … sind dir die selbst aufgeführten Argumente dort zu unwichtig oder hast du sie anders wo berreits aufgehoben ?

    Gruß Slava

    1. Felix

      Hallo Slava –
      ich kann deiner Argumentation leider nicht folgen. An keiner Stelle habe ich jemals propagiert, wir sollten das Leben in der Steinzeit imitieren. Das würde bedeuten, alles aufzugeben. Blumenkohl, Schweinerippen, Computer und Zivilisation. Warum sollten wir das tun?
      Ich fürchte, du unterliegst da einem Missverständnis. Es geht nicht darum, NUR das zu essen, was es in der Steinzeit gab. Wenn du dir die (beiden!) genannten Videos angeschaut hast, weißt du auch, dass wir 1) nicht genau wissen, WAS in der Steinzeit gegessen wurden und 2) es mit größter Wahrscheinlichkeit regional und über die Zeit gesehen sehr verschieden war.
      Zumal du eines vergisst: Urgeschmack ist nicht gleich Steinzeiternährung.

  6. Kim2008

    Wow…bin grad am schlemmen…schmeckt hervorragend…habs mit mehr kokosmilch und weniger wasser zubereitet …lecker

  7. Petra

    Das ist ein prima Rezept, um meine Familie zu verwöhnen – meine Kinder lieben u. a. Milchreis und ich habe es schwer, sie zu etwas weniger Milchkonsum zu bringen (sie vertragen sie aber auch viel besser als ich).
    Aber mit diesem leckeren Essen bin ich wieder ein Stückchen weiter gekommen.

  8. Bea

    Iwie bin nun auch ein wenig verwirrt wegen dem Hinweis: Vielmehr ist er eine sichere Quelle für Kohlenhydrate!!

  9. chris

    Seit wann isst du denn reis? Kohlenhydrate? das hätte es früher hier nicht gegegben *besserwisseroma*

    1. Felix

      Reis esse ich seit frühester Kindheit. Kohlenhydrate auch. Kohlenhydrate gab es bei Urgeschmack immer, seit Gründung vor über 4 Jahren.

  10. Manuel

    Hallo Felix,

    sollte man so gesehen nicht vielleicht auch Zucker (Rohrzucker) nochmal überdenken? Ich meine, auch Zucker hat wie Reis wenig (keine) Nährstoffe und eine hohe Energiedichte, dafür aber auch keine Anti-Nährstoffe wie Getreide, Milch, etc. und wenn ich das richtig verstehe ist in erster Linie nur der übermäßige Verzehr von Zucker das Hauptproblem und nicht der Zucker an sich. Wenn man allerdings seine Kalorien-Bilanz in Griff hat wäre doch der Einsatz von Zucker als Lebensmittel (auch aus Paleo Sicht) völlig unproblematisch. In manchen Fällen wie z.B. beim Backen sogar von Vorteil, da andere Süßungsmittel sich nicht zum Erhitzen eignen. Honig steht ja z.B. in Verdacht beim Erhitzen Toxine freizusetzen. Andere Süßungsmittel sind oft sehr teuer, schmecken weniger gut oder sind ökologisch bedenklich.

    Ich denke, es macht Sinn Zucker aus egal welchen Quellen zu vermeiden (Rohrzucker, Honig, Obst, …), allerdings wenn man schon süßt, sollte es doch wiederum auch egal sein woher der Zucker stammt.

    Grüße, Manuel

    1. Felix

      Hallo Manuel,
      wenn du so argumentierst, ist auch Arsen kein Problem, wenn man nicht zu viel davon verzehrt.

      Du hast natürlich recht, dass Zucker nicht per se ein Problem ist. Aber anders als Reis wird er sehr schnell abgebaut und er ist nun wirklich kaum geeignet, um sich satt zu essen. Und Zucker ist zu 50% Fructose, das sollte man dabei auch nicht vergessen.

      Und da Zucker süß schmeckt (ebenfalls anders als Reis), löst er auch den Endorphin-Ausstoß aus, mit der entsprechenden Sucht-Problematik.

      Ansonsten stimme ich dir zu: Wenn man sich da voll unter Kontrolle hat, sich mäßigt, sonst gesund ist und so weiter, dann ist der Teelöffel Zucker kein Problem. Leider sind diese Voraussetzungen bei vielen Menschen nicht gegeben. Und viele weitere verstehen diese Feinheiten nicht oder wollen sich nicht damit beschäftigen. Und die nehmen das dann als Freischein für Zuckerorgien.

      1. Manuel

        Also Arsen 🙂 hätte ja auch sonst keine Vorteile. Zucker aber ist süß und bereicht dadurch das Gericht. Insofern kann man das nicht wirklich vergleichen.

        Mir geht es eigentlich nur darum, was die beste (bzw. die den Organismus am geringsten belastende) Methode zum süßen ist. Paleo hin oder her. Honig hat zwar ein paar Nährstoffe, aber die Sache mit den möglichen Giften beim erhitzen machen hier den Vorteil wieder zunichte.

        Auch Honig besteht zum größten Teil aus Fructose und löst einen Endorphin-Ausstoß aus.

          1. Uschi lebinger

            Ich möchte mich einfach mal bedanken!
            Felix du bist Super, danke für deine Erfahrungen!

            Uschi

  11. AnneClaire

    Hallo Felix
    Wir haben gestern Bobotie ausprobiert!
    Super einfache Zubereitung, aber grosser Erfekt UND Geschmack, klasse!
    Wir werden dies sicher öfters zubereiten.
    Vielen Dank für die Idee!
    PS deine Webseite finde ich Super, endlich etwas konkretes und realisierbares zur Paleo- Diät! Bin ganz am Anfang, habe gerade alles neu entdeckt und bin dabei meine Ernährung umzustellen, alles was Du schreibst überzeugt mich!
    AnneClaire

Kommentare geschlossen.

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