Kochen macht schlank

Kochen macht schlankPaleo, Vegan, Rohkost oder Mittelmeerdiät: Wissenschaftler, Medien und Verbraucher suchen seit Jahrzehnten die Beste, die einzig wahre Diät. Kein Programm scheint zu sonderbar, keine Umsetzung zu kompliziert. Dass dabei ein Trend dem nächsten folgt, freut alle Beteiligten: Die Industrie verkauft mehr Spezialprodukte, die Medien haben etwas zu berichten und Verbraucher finden ihre Identität – der Nährstoffismus blüht.

Auffällig ist, dass offensichtlich keines dieser Konzepte das Beste sein kann, denn sie alle funktionieren für einige Menschen hervorragend und für andere gar nicht. Sie weisen untereinander viele Gemeinsamkeiten auf. Bereits an der Oberfläche zeigt sich der erste und wichtigste Schritt: Die Anwender befassen sich grundsätzlich mehr mit Ihrem Essen, als vor der Ernährungsumstellung.

Verfolgt man diese Gemeinsamkeiten weiter, findet man den eigentlichen Wirkungsweg der genannten Konzepte. Darin verbirgt sich ein Hinweis auf die ultimative Ursache der heutigen Ernährungsprobleme. Und die mögliche Lösung, um diese Herausforderung in Angriff zu nehmen.

Wenn Essen zur Pornografie wird

Während wir immer mehr Zeit vor Bildschirmen verbringen – eine Entwicklung, die in den letzten Jahren durch die Verbreitung von Smartphones und Tablets einen vormals ungeahnten Anschub erhielt –, verwenden wir heute nur noch etwa halb so viel Zeit auf die Zubereitung von Essen, wie vor rund 50 Jahren. Kurios ist, was wir uns auf diesen Bildschirmen anschauen: Die Zahl der Kochsendungen und anderer essensrelevanter Programme in Fernsehen und Internet ist explodiert. Millionen fiebern mit beim perfekten Dinner, dem Kochduell oder Game of Chefs, bewundern die Makroaufnahmen aufwändig angerichteter Speisen und machen sich so Appetit – während viele von ihnen nebenher die Pizza vom Lieferdienst verschlingen.

Das visuelle Zelebrieren des Essens hat in Kochbüchern schon lange Einzug gehalten: Im Fokus der Beurteilung stehen überwiegend die Fotos. Nahaufnahmen, aufwändige Hintergründe und teure Gesamtkonzepte haben die Illustrationen und rein demonstrativen Fotos der Vergangenheit verdrängt. Dutzende solcher Kochbücher zieren die Regale von Liebhabern guten Essens. Oft kocht solch ein Sammler nicht ein einziges der Rezepte selbst nach.

Als Essenspornografie kritisiert Carlo Petrini, Gründer der Slow Food-Bewegung, diese Entwicklung. Wir schauen zu, aber machen es nicht selbst. Die Bilder sollen Lust machen, pfundschwere Burger begraben unter Schichten aus Speck, Käse und Soße zielen obszön auf die Speicheldrüsen. Der Schwerpunkt liegt allein auf dem Konsum und auch die aufrichtige Suche nach Kochtipps ist schnell vergessen.

»Wie kommt es, dass wir so erpicht darauf sind, anderen Menschen beim Anbräunen von Rindfleisch zuzuschauen aber so viel weniger erpicht darauf, es selbst zu tun?« fragt sich auch Michael Pollan (u.a. Autor von The Omnivore's Dilemma und In Defense of Food). Der Aufstieg der TV-Köchin Julia Child in den 1960er Jahren als Figur mit kultureller Konsequenz (zusammen mit anderen Köchen und Köchinnen prägte sie das Kochen im Fernsehen und warb für die furchtlose Nutzung heimischer Küchen) überschnitt sich paradoxerweise mit der Verbreitung von Fast Food und Fertiggerichten und dem Niedergang des heimischen Kochens.

Und wie nutzen wir die durch Fertiggerichte und Fast Food gewonnene Freizeit? Offenbar, um im Fernsehen oder auf dem Smartphone anderen Menschen beim Kochen und Essen zuzuschauen. Ein starker Anstieg des Übergewichts, Fettleibigkeit und entsprechende Erkrankungen gehen mit dieser Entwicklung einher.

Kochsendungen machen dick?

Freilich ist dies zunächst nur eine Korrelation und kein Nachweis nach dem Prinzip von Ursache und Wirkung: Dass es nachts dunkel ist, liegt nicht daran, dass ich genau dann schlafe – auch wenn es miteinander einhergeht.

Die zuvor genannten Entwicklungen implizieren allerdings greifbare Veränderungen:

  • Wir verbringen weniger Zeit mit der Zubereitung unseres Essens. Die Folge: Das Essen kostet weniger (in Form von Zeitkosten). Lebensmittel sind ultimativ besser verfügbar und billiger.
  • Wir verbringen mehr Zeit beim Medienkonsum. Eine Folge: Wir bewegen uns weniger.
  • Wir machen uns durch ernährungsspezifischen Medienkonsum mehr Appetit. Mögliche Folge: Wir essen mehr.

Die Harvard-Ökonomen Cutler, Glaeser und Shapiro veröffentlichten im Jahr 2003 eine Studie, die der entsprechenden These nachgeht. Die Frage »Why Have Americans Become More Obese?« (»Warum sind Amerikaner fettleibiger geworden?«) beantworten Sie mittels vier detailliert untersuchter Implikationen.

Sie fanden heraus, dass sich die Kalorieneinnahme von US-Amerikanern zwischen 1977 und 1995 um rund 15 % erhöht hat. (Die Essgewohnheiten der gesamten westlichen Welt ähneln sich und sind teils vom amerikanischen Vorbild geprägt, insofern haben diese Beobachtungen Allgemeingültigkeit.) Dabei nehmen sie zu den klassischen Mahlzeiten nur wenig mehr Kalorien zu sich. Zu Frühstück, Mittag- und Abendessen hat sich jedoch eine signifikante vierte Mahlzeit gesellt: der Snack, verteilt über den gesamten Tag. Als passives Essen schlägt dieser mittlerweile zu Buche wie ein ganzes Mittagessen.

Dies passt in das übrige Muster, denn nach der quantitativen Analyse galt die Frage der Qualität: Was essen wir, was hat sich verändert? Beantworten konnten die Forscher dies mit der Betrachtung der Wertschöpfungskette. Heute landet pro ausgegebenem Euro weitaus mehr Geld in der verarbeitenden Industrie als beim Landwirt. Das heißt: Wir kaufen mehr vorverarbeitete Lebensmittel und Fertiggerichte. Dinge, die uns Zeit bei der Zubereitung sparen.

Zeitersparnis mag zunächst gut klingen. Doch die Forscher fanden heraus: Solche Gruppen, die weniger Zeit mit der Zubereitung ihrer Mahlzeiten verbringen, werden häufiger übergewichtig (Anstieg des BMI).

Diese Theorie impliziert, dass sich landestypische Unterschiede in Kochkultur und -Technologie auch auf den Body Mass Index der Bewohner auswirken. Und genau das ist der Fall:

Während über 80 % der US-Haushalte über Mikrowellenöfen verfügen, trifft dies auf nur 14 % der italienischen Haushalte zu, wo Übergewicht weitaus weniger verbreitet ist. Als Kontrast zeigt sich Großbritannien, welches Übergewichtsraten nahe denen der USA hat und wo 66 % der Haushalte mit Mikrowellenöfen ausgestattet sind. Die Berechnungen der zur Essenszubereitung verwendeten Zeit decken sich damit. Französische und italienische Erwachsene verbringen täglich ungefähr 19 Minuten mehr Zeit mit Kochen als Amerikaner und Briten.

Je mehr Zeit wir mit Kochen verbringen, desto weniger essen wir und desto weniger leiden wir an Übergewicht. Zugleich gilt: Wer, statt zu kochen, einfach billiges Essen kauft, wird davon wahrscheinlich mehr essen und entsprechend zunehmen. Wenn das Essen immer einfach verfügbar ist steigt die Neigung, mehr zu essen als nötig. Erfordert ein dekadentes, kalorienreiches Mahl hingegen einen größeren zeitlichen Aufwand, findet es entsprechend seltener statt.

Kochen macht schlank

Was Cutler und Co präsentieren, erklärt den Erfolg der eingangs genannten Ernährungsformen: Wer seine Ernährung auf Paleo, Vegan oder Rohkost umstellt, verwendet in der Regel mehr Zeit zur Beschaffung oder Zubereitung seiner Nahrung. Plausibel ist dann auch, warum diese Ernährungsformen für einige Anwender nicht funktionieren: Sie greifen regelmäßig zu den von der Industrie in die Bresche geworfenen Produkten wie Paleo-Nudeln oder vegane Leberwurst. Diese einfach verfügbaren Fertigprodukte sind in der Regel durch den Einsatz von Salz, Zucker und Fett besonders appetitanregend und häufig kalorienreich gestaltet und stehen dem gewünschten Erfolg – weniger Gewicht oder gesünderes Essen – direkt im Weg.

»Häufiges Kochen fördert ein langes Leben«, titelte eine Pressemitteilung der Cambridge Universität und bezieht sich damit auf das Forschungsergebnis einer Untersuchung unter Mark Wahlqvist: »Es ist klar geworden, dass Kochen ein gesundes Verhalten ist. Es verdient einen Platz in der lebenslangen Ausbildung, Gesundheitspolitik, Stadtplanung und Haushaltsökonomie. Die durch Lebensmittel gebotenen Pfade zur Gesundheit sind nicht beschränkt auf deren Nährstoffe oder Bestandteile, sondern dehnen sich aus auf jeden Schritt der Nahrungsmittelkette von der Produktion zum Kauf über die Zubereitung bis zum Essen, besonders in Gesellschaft.«

Selbst kochen? Wer soll sich das leisten?

Zeit sei Geld, meint der Volksmund. Viele argumentieren daher, nur die Reichen könnten es sich leisten, selbst zu kochen. Rufen wir uns die Datenlage zur Freizeitgestaltung noch einmal in Erinnerung, sehen wir jedoch: Viele Menschen verfügen durchaus über ausreichend freie Zeit, um selbst zu kochen. Die Mehrheit entscheidet sich jedoch dafür, den größen Teil dieser Zeit anders zu nutzen – hauptsächlich, um Medien zu konsumieren.

Dass nicht etwa die Reichen über die beste Ernährung verfügen, zeigte eine Studie zum Essverhalten und der Nährstoffeinnahme US-Amerikanischer Frauen. Hier zeigte sich tendenziell die Mittelschicht als diejenige Gruppe, welche den größten Teil des Essens selbst zubereitet und entsprechend gesund lebt. Daher schließt die Studie: »Wir folgern, dass demografisches Wissen um Einkommen und Bildungsstand zur Beurteilung nicht ausreicht.«

Geschichte, Tradition und die Lehre

Die Vergangenheit bestätigt die These, Menschen blieben schlanker und gesünder, je mehr Zeit sie zur Zubereitung ihres Essens verwenden. Traditionelle Küchen und Ernährungsgewohnheiten unserer Ur-ur-Großeltern oder noch heute naturnah lebender Völker und Stämme zeigen ein entsprechendes Muster. Zugleich sind traditionelle Lebensweisen die am besten erprobten. Das macht sie nicht zwingend zu den Gesündesten, lässt jedoch die meisten Rückschlüsse zu.

Der Begriff Diät stammt aus dem griechischen díaita und bedeutet ursprünglich Lebensweise. Das ist nichts, was man nach wenigen Wochen für beendet erklärt (wie der Begriff Diät heute üblicherweise verstanden wird). Vielmehr bezeichnet Lebensweise ein Verhalten, das man sich zu eigen macht und nach Möglichkeit jeden Tag praktiziert. Es scheint, als sei eine empfehlenswerte Diät/Lebensweise also diejenige, bei der ein Mensch seinem Essen viel Zeit und dementsprechend Sorgfalt widmet. Liebe nennen wir das oft, oder »Mit Liebe gemacht.«

Woher diese Zeit kommen kann, scheint auch klar: Wir könnten wenigstens einen Teil unseres passiven Medienkonsums aufgeben zugunsten der aktiven Freizeitgestaltung, des Lernens, der Produktivität und Kreativität in der Küche. Statt anderen beim Machen zuzusehen, könnten wir selbst aktiv werden. Unserer Gesundheit täten wir damit einen großen Gefallen.

Seit fast 30 Jahren studiert Marktforscher Harry Balzer das Ess- und Trinkverhalten der US-Amerikaner (welches dem unseren stark ähnelt). Auf die Frage nach der besten Diät meint er:

»Ganz einfach. Du möchtest, dass Amerikaner weniger essen? Ich habe die passende Diät dafür. Kurz und einfach. Hier ist mein Diätplan: Koch' es selbst. Das ist alles. Iss alles, was du willst – solange du bereit bist, es selbst zu kochen.«

Quellen und weiterführende Informationen:

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32 Kommentare zu “Kochen macht schlank

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  1. Teppiche

    Selbst ist der Koch 🙂
    Der Vorteil am selbst GESUND kochen ist, man kann die Zutaten selbst aussuchen und schonend zubereiten.
    Bin auch ein Fan von vom selbst kochen – vor allem zu Zweit!

  2. gelberstrumpf

    Es ist sicherlich am ehrlichsten sich selbst mit erworbenen,wenn möglich biologischen Lebensmitteln zu versorgen.
    Was ich aber nicht weiß ob auch wirklich ohne chemischen Zutaten zum Ernteergebniss gekommen wurde. Da ist doch “Roundup” /Glyphosat ein klarer Killer. Ein Einkauf aus der dörflichen Nachbarschaft ist also nicht unbedingt erstrebenswert ?
    Viele Grüße.

    1. Felix

      Das kommt darauf an, wie deine dörfliche Nachbarschaft (korrekterweise jeder einzelne Betrieb) arbeitet. Hingehen und Nachfragen ist da weitaus hilfreicher als jede Spekulation und führt zu eindeutigen Ergebnissen. Und möglicherweise zu neuen Freundschaften…

  3. Anton

    Hallo Felix,

    ich lese deine Beiträge regelmäßig, aber ich finde hier vermischt du wissenschaftliche Studien zustark mit Vermutungen und Korrelationen, die keinen Ursache-Wirkungszusammenhang darstellen. Es sind viele Spekulationen und die zahlreichen zitierten Studien erwecken den Eindruck, dass es eine bestätigte Erkentniss ist, dass selbst Kochen deine genannten positiven Folgen hat. Das ist es nicht und ich würde mich freuen, wenn du dadrauf deutlicher hinweist.
    Selbst koch ich auch viel und sehr gern und finde sehr schön, wenn das wieder mehr Leute tun, nur die vermeintliche Wissenschaftlichkeit in deinem Post stört mich.

    lg
    Anton

    1. Felix

      Hallo Anton,
      Erkenntnisse aus Studien und Folgerungen sind hier, wie immer, getrennt – auch sprachlich eindeutig. Vermutungen sind entsprechend gekennzeichnet. Ich sehe daher keinen Anlass zu Korrekturen.

  4. Taugewas

    Danke für diesen Artikel. Er motiviert zum Selberkochen und zum PC-Ausschalten 😉
    Ich koche seit meiner Jugend gerne und oft. Es ist ein Hobby. “Leider” auch das Backen,
    denn egal ob mit oder ohne Gluten und Zucker, ist Gebäck ja immer recht kalorienreich.

    Seit wir Kinder haben ist das Kochen, die gemeinsame Mahlzeit, das Aufräumen hinterher zwar
    weniger entspannend und dafür laut, hektisch und manchmal auch meckerig geworden,
    doch auch unglaublich bereichernd. Denn zu sehen, wie Kinder mit einer gesunden Esskultur aufwachsen,
    wie Kinder selber Nahrung zubereiten und sich einen Zugang zum Thema Genuss, Lebensmittel, Gesundheit und Gemeinschaft verschaffen, das ist wunderbar. Dann weiß man auch, wozu man sich die Mühe gibt.
    Zudem ist das Kochen Komunikaton, Lernen (warum werden Zwiebeln beim kochen glasig? Wie lange braucht das Ei bis es stockt?`Kommt die Kokosmilch aus der Dose?), Sinneserfahrung (klebt der Teig? Wie riechen frische Feigen?) und erst beim Kochen bekomme ich so richtig Hunger und kann mein Essen wertschätzen, weil ich weiß, welche Produktionsprozess es durchlaufen hat in meiner Küche.

    Deine Artikel sind immer sooo gut recherchiert und trotzdem lebensnah und haben dazu diese besondere “Felix-Note”, eben persönlich, fachlich, nicht mahnend, sondern inspirierend! Toll!!!

    Ich freu mich schon auf den nächsten Beitrag 🙂

  5. Maria

    Ich koche immer und genieße es, auch wenn Abwasch, Einkauf,… viel Zeit kosten,
    doch mein Essen schmeckt mir einfach ;).
    Leider bin ich nicht verschont geblieben von Störungen meines Körpers,
    doch Schritt für Schritt finde ich heraus was es ist und
    nur der innere Schweinehund verhindert den vollen Erfolg.

    Nun, trotzdem einfach weitermachen.

    Einen interessanten Text (wenn auch schon älter) habe ich vor 2 Tagen entdeckt
    http://josef-stocker.de/tallaric.pdf
    lest das mal, es passt gut zum Urgeschmack und bringt wieder ein Puzzleteil mehr Wissen.

    Mgen wir alle WOHL-SEIN sein und das Leben genießen.

    Danke Felix und schön,
    dass es Euch alle gibt.

    1. Felix

      Danke, Maria. Die investierte Zeit in Einkauf, Kochen, essen und Abwasch ist für mich Teil eines Ganzen, des Genusses. Wenn ich es so betrachte, mache ich auch den Abwasch gerne, zumal man dabei prima meditieren kann.

  6. Giuseppe

    Hallo Felix,
    toller Artikel, danke dafür. Bin selbst jeden Sommer in Sizilien und muss leider feststellen das auch hier die Übergewichtigen Menschen mehr werden. Besonders die Kinder werden immer dicker, was aber nicht verwundert. Frühstück meistens abgepackte süßes Gebäck und Fruchtsäfte. Leider ist Fast Food auch auf Sizilien immer mehr auf den Vormarsch. Gekocht wird immer weniger selbst und Mittags am Strand wieder Brötchen und Softdrinks.
    Ich bin seit “Paleo” ,wie ich den Begriff immer weniger mag, mehr in der Küche und kaufe regional ein. Ich denke nährstoffreich zu kochen und zu essen muss nicht zu teuer sein. Leber ist günstig und voll mit Nährstoffen.
    Mach weiter so und danke für die kostenlosen Beiträge.
    LG
    Giuseppe

  7. Marco

    Lieber Felix,
    vielen Dank für Deinen wieder mal sehr gelungenen Artikel.
    Sehr informativ und zum Selber-Kochen motivierend! – Finde ich sehr gut und würde mir wünschen, dieses als Selbstverständnis in der heutigen Zeit und Gesellschaft zu sehen, was leider nicht der Fall ist, wie all die Studien und Zahlen belegen.
    Es wäre wünschenswert, wenn die Ernährung und “Diät”/Lebensweise ihre theoretische und praktische Anwendung auch in den Schulen finden würde. Nicht als Wahlfach, sondern als allgemein-nützliches und aufs-Leben-vorbereitendes Instrument.

    An dieser Stelle auch Daumen hoch an alle Kommentare für Deinen Beitrag.

    Weiter so und lieben Gruß
    Marco

    1. Felix

      Vielen Dank, Marco – lass uns einfach gemeinsam daran arbeiten, den Trend umzukehren und wieder mehr Menschen zum vollen Genuss zu motivieren.

  8. frank

    Hallo Felix,
    super Artikel. Den Anfang gerade gelesen, den Rest überflogen – muss kochen 🙂 !!! Ehrlich! Seit zig Jahren genieße ich das allabendliche Kochen, Raspeln, Schälen etc.. Auch wenn ich sehr sehr wenig Zeit zu Hause habe, kaufe ich doch stets gleich nach der Arbeit auf dem Heimweg ein. Dann muss zwar beim Kochen jeder Handgriff sitzen – aber ich habe es noch keinen Tag bereut. Ganz im Gegenteil!
    PS Ich weiß auch gar nicht, weshalb oft “gesund (kochen)” mit schmeckt nicht abgetan wird. Ich finde gerade, Chips, Pizza und der andere Fast-food-Mix schmecken überhaupt nicht. Aber selbst frisch zubereitetes: göttlich! Allabendliche Belohnung, kann ich allen nur empfehlen!
    Zum Gewicht: THOMAS und CHRISSY schließ ich mich an: Ab 40 wirds gewichtmäßiger nicht “einfacher” (aber nur durch Selbstkochen praktikabel) und weniger Essen – ganz im Gegenteil! Wie gesagt: Belohnung!
    Ab in die Küche mit mir, Fisch und Salate warten schon ungeduldig,
    LG Frank

    1. Felix

      Vielen Dank, Frank. Mittlerweile habe ich die Suche nach guten Restaurants aufgegeben – zu oft denke ich mir hinterher: Das hätte ich selbst viel besser hinbekommen.

      1. frank

        Super, danke Felix: Stichwort Meditiation! Das hatte ich vergessen zu sagen, obwohl ich es eigentlich sehr häufig und immer gerner und bewusster tue: Beim Kochen (und was alles so dazu gehört) abschalten, meditieren und innerlich ruhiger werden. Allein schon aus diesem Grund fast ein MUST for everybody!
        Das mit den Restaurants stimmt übrigens auch, obwohl ich mir dann häufig anhören muss “Komm doch, ist doch schön, sich einfach mal bedienen zu lassen…”. Schon, aber nicht um jeden Preis (Qualität und Geschmack und Fantasie).
        Super auch alle andern Kommentatoren/Innen, Frank

      2. nicolette unterstaller

        Hallo Felix,
        genauso geht es mir zunehmend in Restaurants.
        Und dann ärger ich mich, daß ich dafür auch noch jede Menge Geld ausgegeben habe.

  9. Thomas

    Lieber Felix,

    wie fast immer ein toller Artikel. Allerdings funktioniert das mit dem selber Kochen nur für Leute, die nicht seit langem begeistert täglich selber kochen 🙂 Ich koche seit ca. 20 Jahren fast immer täglich selber und hatte trotzdem ab 40 deutlich zugelegt. Erst nachdem ich mich intensiver mit der Auswirkung von Getreide und anderen Lebensmitteln mit sehr schnell verfügbaren Kohlenhydraten beschäftigt habe und diese stark reduziert habe, bin ich gewichtsmäßig wieder im Lot. Also ein wenig kommt es schon darauf an was man kocht 🙂 Weniger Pasta und Risotto und mehr Gemüse, Fisch und Fleisch haben bei mir geholfen.

    Beste Grüße
    Thomas

    1. Felix

      Danke, Thomas. Das mit den Kohlenhydraten klappt wohl dann besser, wenn man sich mehr bewegt – berichten viele und bestätigt ich selbst. Auch das muss aber nicht für alle gelten.

      1. Thomas

        Hi Felix, da hast du recht und wie immer gilt: Ernährung wirkt bei jedem Menschen anders. Wahrscheinlich könnte ich auch mehr Kohlenhydrate essen, wenn ich mich deutlich mehr bewegen würde, ohne zuzunehmen. Aber der verzicht auf echtes Getreide, bei mir primär Weizen, hat sich auch in anderer Hinsicht als Positiv herausgestellt. Muss jeder fü sich selber ausprobieren.

  10. Chrissy

    Interessanter Artikel und ich bin überzeugt selber kochen ist besser. Aus vielen der oben genannten Gründen.
    Allerdings esse ich mit grossem Appetit grosse Portionen von meinem selbst frisch gekochten Essen…..
    Weniger esse ich deswegen nicht – aber gesünder.

    Grüsse
    Chrissy

    1. Felix

      Hi Chrissy,
      danke für dein Feedback. Mir geht es auch so, dass ich vom eigenen Essen kaum genug bekommen kann. Glücklicherweise muss ich es teilen und es landet nicht alles in meinem Magen.

      1. Chrissy

        Lieber Felix
        Dies bedeutet nicht, dass ich mich zwingend überesse und alles esse was ich gekocht habe. Ich koche extra mehr damit ich Resten habe um diese mit zur Arbeit zu nehmen.
        Aber ich gehöre zu den Frauen die rechte Portionen essen und auch Quantum. Egal ob ich gekocht habe oder nicht.
        Trotzdem bin ich schlank und schlanker als meine vielen Freundinnen die ständig auf die Diät sind und nur Spätzchenportionen essen.

  11. nicolette unterstaller

    Wieder mal ein schöner Artikel!
    Ich merke m eigenen Leib, wie selber kochen quasi den Appetit “verdirbt”.
    Ich koche täglich frisch und habe, wenn das Essen dann auf dem Tisch steht, nicht mehr so Hunger und komme mit kleineren Portionen aus.
    Ich habe das immer auf das Probieren und Abschmecken und das Naschen von rohem Gemüse während der Zubereitung geschoben. Das hat sicherlich auch etwas damit zu tun, daß der erste Heisshunger abgefangen wird.
    Aber es hat, wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, die eingehende und (hoffentlich) liebevolle Beschäftigzng mit Lebensmitteln schon eine “sättigende” Wirkung.
    Besonders stark merke ich persönlich das, wenn ich für Gäste aufwendiger koche und dann an der schön gedeckten Tafel fast nichts mehr essen kann.
    Wobei natürlich die Anspannung “ob auch alles klappt” mitspielen dürfte.
    Also, ran an die Töpfe!! ;-))

    1. Felix

      Danke für dein Feedback. Ich bin sicher, dass das Kochen selbst eine sinnliche Befriedigung sein kann, welche den Appetit hemmen kann, weil sie bereits zum Genuss gehört.

    2. Alex Honner

      Hallo Nicolette,
      ich glaube weniger an die Anspannung Deinerseits als :Du riechst es und Du probierst es und nach 20 min. setzt das Sättigungsgefühl ein.
      Da ich Patissier und Koch bin ist es noch krasser; wenn ich satt koche , kann ich nichts wohlschmeckendes auf den Tisch bringen(wozu auch).

      1. nicolette unterstaller

        Hallo Alex Homer,
        es stimmt, wenn ich satt bin kann ich auch nicht sooo lecker kochen – hab ich so noch nie drüber nachgedacht, scheint mir aber logisch!

  12. Stefan Schimming

    Hallo Felix,

    sehr guter Artikel der auch in Deutschland mehr als relevant ist!

    Ich bin nun seit einigen Jahren begeisterter Selber-Kocher und möchte nicht mehr zurück. Früher war ich einer von den typischen “Ich hau mir mal eben eine Tiefkühlpizza in den Ofen” Leuten. Heute koche ich fast ausschließlich frisch.

    Klar ist es bequem Fertiggerichte zu essen oder in Restaurants zu gehen, selbst Kochen hat aber ein paar entscheidende Vorteile.

    1. Du weißt ziemlich genau was drin ist. Nämlich das was du gekauft und dazugegeben hast. Natürlich kommt es dann immer noch auf die Qualität der Lebensmittel an die du gekauft hast aber du weißt mehr über dein Essen als über ein Fertiggericht oder eine Mahlzeit im Restaurant. Man sollte sich immer im Hinterkopf behalten: Jeder Mensch, jede Firma, jedes Restaurant hat seine eigene Agenda und seine eigenen Ziele. Gerade für Restaurants oder Hersteller von verarbeitetem Essen sind das meist: Kosten sparen und bestimmte Geschmackszentren ansprechen die uns ansprechen, aber nicht unbedingt gesund für uns sind. (z.b. durch den übermäßigen Gebraucht von Salz, Zucker und Fett)

    2. Du schätzt dein Essen mehr. Zumindest geht es mir so. Ich schätze jede Mahlzeit die ich selbst oder mit Freunden gekocht habe, einfach weil ich Zeit und Arbeit hineingesteckt habe. So macht mir Essen viel mehr Spaß.

    Beste Grüße und frohes Kochen

    Stefan

    1. Felix

      Schöner Kommentar. Zu deinem ersten Punkt werde ich immer etwas melancholisch, weil es so schwierig geworden ist, wirklich gute Zutaten zu bekommen.

  13. Laura

    Komisch, ich koche fast täglich immer selbst und verwende natürliche Zutaten ( keine verarbeitenden Lebensmittel ).
    Trotzdem nehme ich Tag für Tag immer mehr zu trotz Low Carb , “guter” Fette und Eiweiß ….und ich schaue mir grundsätzlich keine Kochsendungen an, auch Fastfood gibt es nie …
    Also gibt es noch 1000 andere Gründe zuzunehmen :-((

Kommentare geschlossen.

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