Ist Milchersatz gesund?

Ist Milchersatz gesund?Wer sich zum Verzicht auf Milch entschließt oder erfährt, sie sei ungesund, der kann sich möglicherweise ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Das satte Gefühl, ein Glas frischer Milch zu trinken, ist einmalig. Gibt es also Alternativen? Schnell finden sich entsprechende Produkte, doch worum handelt es sich und wie steht es um die Gesundheit? Was ist Getreidemilch? Was ist Mandelmilch? Was ist Milchersatz? Und ist Milchersatz gesund?

Was ist Milchersatz?

Ein Milchersatz ist eine Flüssigkeit, die Milch ersetzen soll. Ganz einfach. Es ist keine echte Milch, also kein Drüsensekret eines Säugetiers, sondern ein Ersatz. Um das zu verdeutlichen, ist die Verwendung des Begriffs Milch in einigen Ländern nur für eben dieses Drüsensekret gestattet. Dort gibt es beispielsweise keine Reismilch, sondern nur einen Reisdrink.

Warum Milchersatz?

Mögliche Gründe für den Verzicht auf echte Milch gibt es viele. Sie können religiösen oder ethischen Ursprungs sein. Veganer gehören sicherlich anteilig zu den größten Milchersatz-Konsumenten. Auch geschmackliche oder kulturelle Gründe gibt es, manche Menschen ekeln sich einfach vor echter Milch. Und dann gibt es physiologische und gesundheitliche Gründe. Einige Menschen vertragen Milch nicht (Laktoseintoleranz ist dabei nur eine von vielen Möglichkeiten), andere sind allergisch gegen spezifische Inhaltsstoffe. Dann gibt es noch die A1-A2-Problematik, epidemiologische Hinweise und diverse Vorwürfe, Milch sei praktisch ein Gift.

Ob und inwieweit dies im Detail gerechtfertig oder sinnvoll ist, ist nicht Thema dieses Artikels. Es genügt der Hinweis, dass es viele mögliche Gründe für den Griff zu Milchersatz gibt.

Was ist Getreidemilch?

Weicht man Getreide in Wasser ein, kocht, püriert und siebt es hinterher, entsteht eine helle Flüssigkeit, die geschmacklich zumindest in Hinblick auf die Textur entfernt an Milch erinnert. Zur Emulgation und geschmacklicken Verfeinerung kommt noch Sonnenblumen- oder Distelöl hinzu.

Es handelt sich praktisch um gefärbtes, angedicktes Wasser mit ein paar Nährstoffen aus Getreide und Pflanzenöl. Einige Zubereitungsmethoden sehen zwischendurch noch die Fermentation vor, die Prozesse sind verschieden. Auch Verdickungsmittel wie Guarkernmehl und Carrageen finden häufig ihren Weg in diese Produkte.

Hafermilch, Reismilch, Weizenmilch fallen in diese Kategorie, ebenso natürlich Dinkelmilch, Roggenmilch und Einkornmilch. In der Regel enthalten diese Produkte noch einige Konservierungsstoffe, teils auch Farbstoffe und fast immer Süßungsmittel (oft Zucker oder Agavensirup). Selbst bei der heimischen Herstellung scheinen die meisten Fans dieser Getränke das Bedürfnis zu verspüren, die Flüssigkeit mit Zucker genießbar zu machen.

Was ist Sojamilch?

Sojamilch wird prinzipiell genauso hergestellt wie Getreidemilch inklusive aller Zusatzstoffe. Da die Sojabohne jedoch eine Hülsenfrucht ist, fällt sie in eine eigene Kategorie.

Mandelmilch und Kokosmilch

Die Herstellung von Nussmilch funktioniert ähnlich, wobei die Fermentation hier in der Regel entfällt. Kokosnüsse sind botanisch betrachtet zwar keine Nüsse, aber das spielt hierfür keine Rolle: Das Fruchtfleisch/die Nüsse werden gemahlen, eingeweicht, gekocht und gefiltert (bzw. in der heimischen Küche durchgeseiht).

Der wohl größte Unterschied zur Getreidemilch ist der wesentlich höhere Fettgehalt, daher entfällt hier die Zugabe von Pflanzenölen. Eine zusätzliche Süßung ist ebenfalls unüblich. Insofern enthalten die Nussmilche kaum Zusatzstoffe.

Die kommerziell erhältlichen Produkte kommen gelegentlich mit Verdickungsmitteln, die die Trennung der Phasen verhindern sollen, jedoch sind auch reichlich solcher Milche ohne jegliche Zusatzstoffe erhältlich. Besonders Kokosmilch ist reichlich mit lediglich zwei Zutaten verfügbar: Kokosfleisch und Wasser. Sie enthält in der Regel rund 18% Fett.

Ist Milchersatz gesund?

Ob etwas gesund ist, lässt sich immer nur im Kontext beantworten. Ernähre ich mich nur von einem einzigen Lebensmittel, ist das fast immer ungesund. Hinweise auf Nährstoffdefizite durch Milchersatz basieren auf der Annahme, dass man seine gesamten Nährstoffbedarf sonst durch herkömmliche Milch deckt – was kaum ratsam ist.

Ist Getreidemilch gesund?

Angesichts der verbreiteten Inhaltsstoffe wie Verdickungsmitteln, Konservierungsstoffen, Zucker und Pflanzenölen lässt sich dies eher mit 'nein' beantworten, vor allem wenn die Grundzutat Weizen ist, welcher mit Gluten, Lektinen und Phytinsäure potenzielle Probleme mit sich bringt. Getreidemilch ist insofern nicht gesund, als dass sie die Gesundheit nicht fördert und durch die Inhaltsstoffe (Pflanzenöle, Zucker) möglicherweise eher belastet.

Ist Sojamilch gesund?

Es gilt hier praktisch das gleiche wie bei der Getreidemilch. Hinzu kommt, dass hier die Grundzutat, Soja, offenbar noch in höherem Maße problembehaftet ist als Weizen. Die Frage "Ist Sojamilch gesund?" scheint daher stets Nein zu lauten.

Ist Mandelmilch gesund?

Ist Nussmilch gesund? Offenbar ist ihr Schadpotential minimal. Man könnte sich im Falle der Mandeln ein paar Gedanken um die oxidationsanfälligen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren machen. Aber wer dieses Getränk frisch und nicht in großen Mengen genießt, ist eher weniger betroffen.

Ist Kokosmilch gesund?

Was die Kokosmilch angeht, so scheint sie frei von jeglichen Problemfaktoren. Stattdessen steckt sie voller Geschmack, Energie und teils auch wertvoller Nährstoffe. Einzig über den Energiegehalt sollte man sich ein paar Gedanken machen: Ein 250ml Glas dieser Milch liefert rund 400kcal. Das ist nichts Schlimmes und macht satt, kann jedoch bei gedankenlosem Verzehr zu einem Energieüberschuss führen.

Fazit: Ist Milchersatz gesund?

Offensichtlich gibt es beim Milchersatz große Unterschiede. Fest steht in jedem Fall, dass Milchersatz nie echte Milch ersetzen kann. Das Nährstoffprofil des Säugetier-Drüsensekrets ist einmalig und in seinem Wert kaum zu imitieren. Muttermilch ist unersetzlich, deswegen ist das Stillen von Babys so enorm wichtig.

Ist Milchersatz also gesund? In keinem Fall ist er essenziell. Ob der Verzehr gesundheitlich förderlich oder nachteilig ist, lässt sich oft an der Verpackung erkennen: Die Liste der Inhaltsstoffe verrät schnell, welche Probleme sich ergeben können. Im Falle der Kokosmilch zeigt sich: Es braucht nur zwei Zutaten; Kokosfleisch/Kokostrakt und Wasser. Ein Produkt, das hingegen zum Verzehr erst angedickt, gesüßt und konserviert werden muss, scheint für den Verzehr wenig geeignet.

Bezugsquellen für Kokosmilch:

Der Hersteller Aroy-D bietet eine Kokosmilch ganz ohne Zusatzstoffe an, erhältlich ist dieses Produkt im Tetrapack von diversen Händlern, darunter auch Amazon:

Die Milch ist bis zu 12 Monten haltbar. In einigen Fällen kommt es jedoch dazu, dass Händler die Milch falsch (u.a. zu warm) lagern und sie sauer wird. Frische Kokosmilch riecht nach Kokos und nicht sauer. Wenn Sie eine Lieferung mit saurer Milch erhalten, lassen Sie sie ersetzen.

*Dies ist ein Affiliate-Link: Wer das Produkt darüber kauft, unterstützt Urgeschmack durch eine kleine, von Amazon bezahlte Provision. Vielen Dank!

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39 Kommentare zu “Ist Milchersatz gesund?

Bitte seien Sie nett zueinander.
  1. Martina

    Huhu,

    ich (seit 25 Jahren leidenschaftlicher Naturjoghurt-Esser) hatte heute mein erstes Frühstück ohne Naturjoghurt.

    Da ich flüssiges Müsli (auch Milch) nicht mag, habe ich am Vorabend 1 EL Chiasamen mit reichlich Mandelmilch gemischt. Bin überzeugt von der Konsistenz und auch vom Geschmack bzw. man müsste fast schon sagen “geschmacksneutral”.

    In einer anderen Schale hab ich mit einem TL Naturjoghurt Mandeln und Quinoa-Pops eingeweicht.

    Heut Früh schnell alles zusammengemischt + Apfel/Banane + ein paar Rosinen (für den Geschmack) gab ein hervorragendes Müsli.

    Felix, hab ich auf Deiner Seite ein paar Dinge richtig verstanden? 🙂

    1. Felix

      Hallo Martina,
      Felix, hab ich auf Deiner Seite ein paar Dinge richtig verstanden?

      Möglicherweise. So ganz ohne Kontext kann ich es dir nicht sagen. Ich gehe aber davon aus.

  2. Julia

    Hallo Felix,
    wie ist das mit der Phytinsäure in Mandelmilch und Mandelmus? Ist dort weniger enthalten (also in den industriell hergestellten Produkten) als in ganzen Mandeln? Momentan esse ich zum Frühstück Erdmandelbrei mit ca. 1/8 Liter Mandelmilch und einem Teelöffel Mandelmus und tagsüber noch ca. eine Hand voll Nüsse und frage mich, ob das nicht vielleicht ein bisschen viel ist.

    LG Julia

    1. Felix

      Hallo Julia,
      bezüglich der Phytinsäure würde ich mit in diesem Fall weniger Gedanken machen. Es ist ja nicht so, dass Sie deinem Körper etwas raubt – lediglich einige der Nährstoffe in den Nüssen macht sie unzugänglich.

      1. Julia

        Ja, das stimmt. Da ich aber erst vor zwei Monaten meine Ernährung umgestellt habe und vorher ziemlichen Eisenmangel hatte, frage ich mich einfach, ob ich bei der Menge Eisen noch gut aufnehmen kann und ob ich Mandelmus und -milch wie ganze Mandeln einrechnen muss. Oder bezieht sich das lediglich auf die Nährstoffe, die in den Nüssen selbst enthalten sind?

  3. Morota

    Nunja, also dass Pflanzenmilch in der Regel einige Konservierungsstoffe enthalten stimmt einfach nicht. Die größte Vielfalt an Produkten in diesem Bereich bieten die Reformhäuser und Biomärkte und da entfallen jegliche Konservierungsstoffe und Zusatzstoffe chemisch-industrieller Herkunft.

    1. Tanja

      Mandelmilch in Kaffee spart den Zucker.
      Der Rest riecht, als ob es das Essen eines Wiederkäuers wäre- ausser Kokosmilch.
      “Wenn man lang genug wartet, wird Gras zu Milch” entweder über die o.g. oder die Industrie.
      Aber was den Beitrag weiter unten angeht wegen Amazon… Man redet hier über Verbesserung der Lebensqualität, Gesundheit … dann greift Du Provision fuer hier verkaufte Bücher ab? (Das hast Du irgendwo geschrieben).
      Ich Stimme Malu zu. Es geht doch nicht darum, wer den Groschen einsackt, sondern mit welchen Mitteln hat er ihn verdient? Und Amazon hat von sich nicht sonderlich Gutes hören lassen, nicht nur wegen seinem Umgang mit Mitarbeitern, sondern auch deren “Optionen” Steuern zu meiden. Muss nicht weiter ausgeführt werden…

      1. Felix

        Hallo Tanja,
        du möchtest etwas Gutes über Amazon hören? OK: Amazon ist super! Reicht das?

        Tut mir leid, es mag sein, dass es da eine negative Berichterstattung gegeben hat. Du glaubst sicherlich nicht alles bedingungslos, was du im Fernsehen siehst, oder?

        Ich kenne einige Amazon-Mitarbeiter persönlich. Die sie mit ihrem Arbeitgeber sehr zufrieden. Für mich sind das Informationen aus erster Hand, denen ich einen größeren Wert beimesse als der Berichterstattung aus den Massenmedien. Was die “Meidung” von Steuern angeht: Nenne mit ein einziges Unternehmen oder Individuum, das nicht versucht, möglichst wenige Steuern zu bezahlen. Wer unschuldig ist werfe die erste Steuererklärung.

  4. MARTIN

    Also ich nutze nur noch Mandelmich, kommt mir einfach am Besten. Jetzt sagen wieder viele “das kostet doch soooviel”. Wieviel Milch trinkt ihr denn alle? Bei mir hält die locker 3-5 Tage und da sind die 2 Euro nochwas ja gar nicht so schlimm. Andere kaufen sich täglich ne Packung Kippen… also bitte 😀

  5. Sina

    In deinem Artikel lässt sich die Tendenz erkennen, Tiermilch wäre ernährungsphysiologisch vorteilhafter für den Menschen (zumindest übst du an seinem Konsum keine nennenswerte Kritik). Nun argumentierst du in anderen Artikeln die sich auf Getreideerzeugnisse (Glutenhaltige Lebensmittel) beziehen so, dass der menschliche Organismus aufgrund der zu geringen Zeitspanne (in welcher Getreide Bestandteil der menschlichen Ernährung ist) nicht an die optimale Verwertung von Getreide angepasst ist (weshalb sich diverse Krankheitsbilder – und Folgeschäden ereignen). Im historischen Kontext betrachtet tauchen Getreideanbau und Viehnutzung (und dem entsprechend auch der Konsum von Tiermilch) jedoch relativ Zeitgleich auf, weshalb der Organismus auch letztere physiologisch nicht adäquat verstoffwechseln kann (Stichwort Lactose). Wie ist es also zu vereinbaren, dass Getreide als unnatürlich für den Menschen angesehen wird, Tiermilch hingegen (trotz gleicher Bedinung) schon oder zumindest nicht als unnatürlich dargestellt wird?
    Mir ist selbstverständlich Bewusst dass Gluten und Lactose keine ähnlichen – oder gleichen Stoffe sind. Doch die Rahmenbedingungen (soll heißen: die geringe Zeit der menschlichen Entwicklung sich an diese Stoffe über knapp 360 Generationen anzupassen – was aus evolutionsbiologischer Sicht eine viel zu geringe Zeitspanne darstellt als das sich in dieser eine signifikante physiologische Veränderung hätte entwickeln können) sind die gleichen. Der Mensch hat sich an Tiermilch genauso wenig schnell “angepasst” als an Getreide. Müsste nicht also, konsequent zuendegedacht, auf beides verzichtet werden?

    1. Felix

      In deinem Artikel lässt sich die Tendenz erkennen, Tiermilch wäre ernährungsphysiologisch vorteilhafter für den Menschen

      Es besteht eine Differenz zwischen deiner Interpretation und meiner Intention.

      Nun argumentierst du in anderen Artikeln die sich auf Getreideerzeugnisse beziehen so, dass der menschliche Organismus aufgrund der zu geringen Zeitspanne nicht an die optimale Verwertung von Getreide angepasst ist

      Das ist nicht richtig. Ich erwähne lediglich, dass dies ein häufig genanntes Argument sei. Dass ich von dieser Begründung nicht überzeugt bin, kannst du an vielen Stellen, so auch hier http://www.urgeschmack.de/die-steinzeiternaehrung/ nachlesen.

      Im historischen Kontext betrachtet tauchen Getreideanbau und Viehnutzung (und dem entsprechend auch der Konsum von Tiermilch) jedoch relativ Zeitgleich auf, weshalb der Organismus auch letztere physiologisch nicht adäquat verstoffwechseln kann (Stichwort Lactose)

      Das “relativ gleichzeitige” Auftreten halte ich für eine schlechte Begründung für eine ähnlich schlechte Veträglichkeit. Zumal sich durch Mutation längst viele Menschen an den Konsum von Milch auch im Erwachsenenalter angepasst haben.

      Wie ist es also zu vereinbaren, dass Getreide als unnatürlich für den Menschen angesehen wird,

      Diese Frage kann ich dir nicht beantworten, ich habe das so nie gesagt oder geschrieben.

      (soll heißen: die geringe Zeit der menschlichen Entwicklung sich an diese Stoffe über knapp 360 Generationen anzupassen – was aus evolutionsbiologischer Sicht eine viel zu geringe Zeitspanne darstellt als das sich in dieser eine signifikante physiologische Veränderung hätte entwickeln können)

      Eine sehr gewagte These. Die Laktasepersistenz hat sich “in dieser kurzen Zeit” durchaus durchgesetzt.

      Müsste nicht also, konsequent zuendegedacht, auf beides verzichtet werden?

      Er sollte auf das verzichten, was ihn krank macht (zumindest, wenn er als Spezies überleben möchte – und dann auch nur, wenn es ihn an der Fortpflanzung hindert). Relevant ist dafür nicht, wann welches Lebensmittel in den Speiseplan aufgenommen wurde, sondern wie es sich auf die (individuelle) Gesundheit auswirkt.

      Bedenke: Auch Blumenkohl gab es in der Steinzeit nicht, ebenso Paprika oder Schlangengurken.

      1. Morota

        Nunja, es kann meiner Meinung nach nicht die Rede davon sein, dass sich der Mensch perfekt an Milchkonsum angepasst hätte. Die Fähigkeit Lactose zu verdauen ist noch nicht mit einwandfreier Anpassung gleichzusetzen. Ausserdem sind tatsächlich Größtenteils nur die Nordeuropäer an Lactosekonsum angepasst. In Asien beispielsweise, ist Lactosetoleranz immer noch eine Randerscheinung. Wie dem auch sei, wird Milch als der Auslöser für eine Vielfalt an chronischen Krankheiten verdächtigt. Und wenn du hier tatsächlich den Mut zur Objektivität hast, dann solltest du wohl auch darauf eingehen, oder nicht?

        1. Felix

          Ich wüsste nicht, was die Erwähnung aller möglichen, möglicherweise relevanter, möglicherweise aber auch irrelevanter Erkrankungen im Zussamenhang mit diesem Artikel mit “Mut zur Objektivität” zu tun haben sollte. Wenn du einen solchen Artikel schreiben möchtest, steht es dir frei, dies zu tun.

  6. Ljäg

    Hi Felix,
    Da ich mich schon seit längerer Zeit weitestgehend milchfrei ernähre, habe mich daran gewöhnt vorallem Reismilch zu trinken. Ich verwende dabei meistens die Joya Reis Milch, sie besteht zu 99 % aus Reis und Wasser und enthält daneben noch Reisöl und Salz. Ich bin mir bewusst, dass das nicht die optimale Milchalternative ist, aber zum Beispiel Kocos Milch schmeckt mir einfach nicht. Ich habe auf deine Website auch erfahren, dass Getreidemühle sowie auch Pflanzenöle nicht besonders gesundheitsfördernd sind. Nun wollte ich dich fragen, inwieweit du glaubst, dass diese wahrscheinlich sehr geringe Menge an Reisölproblematisch ist?
    Danke dir!

    1. Ljäg

      Ich will noch ergänzen, dass ich diese Reis Milch nicht in besonders großen Mengen zu mir nehme. Für gewöhnlich tue mich mir am Morgen circa 50 ml ins Paleo Müsli und das war’s dann auch.

    2. Felix

      Hallo Ljäg,
      es kommt letztlich immer auf die Dosis an. Bei max. 1% Reisöl-Anteil würde ich sagen, dass es vermutlich effektivere Möglichkeiten gibt, deine Gesundheit zu optimieren. Zum Beispiel: Weniger sitzen, mehr bewegen, mehr genießen. Und so. Du verstehst…

  7. Malu

    Hallo,
    dass man verschiedene Milchersatzprodukte geschmacklich nicht mag, ist sicher eine Frage der Gewohnheit. Hätten wir immer Mandel-oder Soja”milch” getrunken, würde uns Kuhmilch vermutlich nicht gut schmecken. Richtig ist auch, dass es Produkte gibt, die mit Carragen etc. angereichert sind, genauso viele gibt es aber auch, bei denen dies nicht der Fall ist. Dass wir Milch als erwachsene Menschen nicht benötigen ist mitlerweile tausendfach bewiesen. Nicht umsonst leiden viele Menschen unter Unverträglichkeiten und Allergien etc. jeglicher Milchbestandteile. Dass v. a. Milch aus Massentierhaltung, die mit Hormonen und allerhand Bestandteile angereichert ist, uns krank macht, sollte eigentlich niemanden mehr wundern. Natürlich ist die menschliche Muttermilch die beste Nahrung für ein Baby, das steht ausser Frage, aber eben auch nur diese. Man sollte den alltäglichen Milchkonsum nicht mit dem “wir sind doch alle Säugetiere”-Argument begründen, denn schließlich trinken wir ja auch keine Milch von Hunden und Katzen.
    Ich finde diese Homepage recht gut und vertrete und lebe selbst die Idee von Nachhaltigkeit, Regionalität, soviel Natur wie möglich etc., aber sich dann über Amazon sponsorn zu lasssen widerspricht der Philosophie doch enorm. Sorry. Ich hoffe Deine Bücher sind auch beim Deinem lokalen Buchhändler um die Ecke erhältlich.
    Trotzdem weiterhin viel Erfolg,
    Gruß
    Malu

    1. Felix

      Hallo Malu,
      ich lasse mich nicht von Amazon Sponsern.
      Alerdings sehe ich in einem etwaigen Sponsoring durch Amazon auch keinen Widerspruch zur “Philosophie”.
      Meine Bücher kannst du im gesamten deutschen Buchhandel kaufen. Sei dir aber im Klaren darüber, dass “dein lokaler Buchhändler” die Bücher nicht herstellt, sondern sich lediglich über den Handel damit bereichert.

  8. Kathi

    Ich möchte in Zukunft in meiner eigenen Küche so weit es geht auf Milch verzichten, weil mir die Kühe in der Massentierhaltung so leid tun. Ich trinke eh kaum Milch, wenn dann mal zum Müsli oder zum Backen oder Kochen. Für letzteres kann ich mir vorstellen, dass Milchersatz da auch gut funktioniert. Auf Müsli werde ich dann aber wohl verzichten, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass das geschmacklich besonders toll ist. Werds sicher mal ausprobieren, aber hab da wenig Hoffnung ^^

    1. Felix

      Hallo Kathi,
      nur um einem Missverständnis vorzubeugen: Du kannst auch Milch trinken, ohne die Massentierhaltung zu unterstützen.

  9. Thomas

    Wie sieht es denn aus mit dem Calcium das in der Milch steckt? Gibt es dazu einen Ersatz? Bekommt man das auch zur Genüge aus anderen Lebensmitteln?

    1. Felix

      Das Calcium in der Milch kommt nicht unbedingt dort an, wo wir uns das vorstellen. Es gibt Hinweise darauf, dass Milchprodukte säuernd wirken und auf diesem Wege dem Körper eher Mineralstoffe entziehen als ihn zu versorgen.

      Davon ganz abgesehen gibt es reichlich Calcium in Eiern, grünem Blattgemüse und Nüssen. Die Milchindustrie hat den Calciumgehalt vornehmlich zur Absatzsteigerung hervorgehoben – er ist aber nichts besonderes.

  10. kathl

    Kokosmilch ist echt eine super Alteenative zur Kuhmilch. Und sie hat nicht wie oben erwähnt viele kcal sondern nur 40 kcal pro 250 ml zumindest die von alpro 😉

    1. Felix

      Du meinst sicher den Alpro “Kokosnussdrink”, oder? Das ist keine Kokosmilch, sondern ein Getränk mit gerade einmal 5,3% Kokosmilchanteil. Der Rest ist: Reis (3,3%), Tricalciumphosphat, Stabilisatoren (Carrageen, Guarkernmehl, Xanthan), Meersalz, Vitamine (B12, D2), Aromen.
      Mir wird übel, wenn ich nur daran denke – aber das ist sicherlich Geschmacksache.

  11. Andi

    Also wechseln wir doch am besten zum Muttermilchkonsum! Unserer Art ! Warum die artfremde Kuhmilch nehmen ! In menschlicher Muttermilch ist bestimmt alles drin was wir benötigen. !

  12. Christina

    Ich verzichte immer öfter auf milch, weil sie bei den ami-paleos als entzündungsfördernd gilt und ich mit einer entzündlichen hautkrankheit zu kämpfen habe. Aber bei Dr Briffa (den finde ich ganz cool) steht, dass es keine studien gibt, die das belegen.
    Ich persönlich glaube, dass milch eine art powernahrung ist, die die meisten menschen in den industrieländern aktuell absolut nicht brauchen und die bei vielen eher zu magen/darmbeschwerden führt, was auch mit der verarbeitung wohl zu tun hat. Ich liebe milch im kaffee, aber es rumpelt auch schon mal deswegen in meinem magen. So richtig gut vertrage ich sie nicht und ich glaube keine sekunde, dass hoher konsum gesund. Ich hasse übrigens jegliche art von magermilchprodukten. Verbraucherverdummung und geschmacklich unterirdisch. So ein 0,1% joghurt mit aspartam gesüßt. Das grenzt an körperverletzung!

  13. christina

    Ich liebe Kokosnussmilch im Essen, aber im Kaffee? Geht gar nicht. Dann lieber schwarz

  14. Monika Thies

    Lieber Felix!
    Heute möchte ich etwas dazu schreiben über Milch oder Ersatzprodukte:
    Siet etwa 50 jahre trinke ich keine Milch und esse keine Milchprodukte, außer etwas Käse, Butter, Butterfett und Sahne. ich fühle mich gut und habe auch nicht das Bedürfnis etwas anderes zu Essen oder zu Trinken (Ersatz). Da man es auch nicht braucht und lebenswichtig ist, ist es auch kein Verzicht.

    Ich habe nun das Buch von Urgeschmack (seit etwa 2,5 Jahren) und verschiedenes gelesen und den Newsletter jede Woche, da habe ich nach langem hin und her, wo und was, entschieden etwas anderes für mich zu machen. Seit Juli 2013 esse ich anders (ich versuche es). Das Resultat war, das ich 34 Pfund abgenommen habe, mich sehr wohl fühle. Und das alles ohne abwiegen. Einfach toll. Wenn ich es früher gewußt hätte, was man so machen kann, ich hätte es eher getan.
    Ich werde bei der Ernährung bleiben.
    Ich wollte mich bedanken für alle ihre Arbeit!
    Viele Grüße Monika

  15. Silke

    Also mir ist noch kein Getreidedrink mit Zusatz von Pflanzenölen untergekommen. Auch den Soja-Reisdrink, den ich regelmäßig benutze, kommt ohne jegliche Zusätze und Lösungsmittel aus…

    1. Katharina

      Also z.B. der Haferdrink von alnatura ist mit Pflanzenöl. Dieser Zusatzstoff ist häufig drin.

  16. Hitschi

    Das passt hervorragend zu einem Beitrag aus dem aktuellen Newsletter von “Zentrum der Gesundheit”:
    “Volksdrogen Milch und Weizen”
    Auszug:
    “Opioide: Kasein und Gliadin
    Das Milchprotein Kasein und das Weizenprotein Gliadin zählen zu den stärksten Allergenen. Sie schädigen nicht nur den Darm, sondern können auch unser Verhalten steuern.”

    Auch ich versuche, Milch und Milchprodukte weitestgehend zu meiden bzw. sie sinnvoll mit z.B. Kokosmilch oder Kokoscreme zu ersetzen.
    Eine Frage hätte ich noch:
    Warum werden Sahne und Butter oft besser dargestellt als andere Milchprodukte? Hängt es mit dem Kaseingehalt zusammen?

        1. Hitschi

          Weißt Du, ob es irgendwo Angaben zum Kaseingehalt der einzelnen Milchprodukte gibt?
          Habe im Netzt nichts gefunden.

          1. Felix

            Habe ich so nicht parat. Ich würde mal bei nutritiondata.com schauen, die haben eigentlich alles.

  17. Petra

    Ich benutze Aroy-D Kokosmilch ( die ich übrigens beim indischen Kiosk kaufe, weil sie dort billiger ist als über Amazon) als Sahne-Ersatz beim Kochen.
    Ein leckeres Hähnchengeschnetzeltes braucht einfach ein helles, sahniges Aussehen und Geschmackserlebnis.

  18. major

    schöner Beitrag, wobei man doch noch erwähnen muss das der Geschmack vieler oben dargestellter Milchersatzprodukte doch sehr gewöhnungsbedürftig ist, mal abgesehen von kokosnusmilch, aber auch da gibt es unterschiede von 9 g fett die nach fast nichts schmeckt

    haselnusmilch gibts auch noch, dürfte aber nichts anderes sein wie mit mandeln

Kommentare geschlossen.

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