Hasenkeule mit Wirsing

Nun findet sich auch mal eine Hasenkeule auf dem Urgeschmack-Teller. Vorweg sei gesagt, dass dies wirklich etwas völlig anderes ist als eine Kaninchenkeule. Hasenfleisch ist ausgesprochen reich an Geschmack und zugleich sehr zart. Ein Vergleich zu Schalenwild liegt nah und ich würde sagen, dass der Hase in Geschmack und Zartheit zum Beispiel das Reh übertrifft.

Aufgrund der massiven Ausbreitung der Landwirtschaft speziell seit den 1960er Jahren haben sich leider die Lebensräume des Feldhasen stark verkleinert. Dementsprechend gilt das Tier in einigen Gegenden als gefährdet und eine Bejagung ist nur selten angemessen.

  • 1 Hase, zerlegt
  • 3 Kopf Wirsing
  • 3 Karotten
  • 1 Stück Sellerie oder Pastinake
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Rosmarin, Knoblauch

Zwiebel, Knoblauch, Rosmarin, Karotten und Sellerie (oder Pastinake) in einem Bräter in etwas Öl anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Hasenteile hinzufügen und anbraten. Dann mit Wasser auffüllen bis das Fleisch zu drei Viertel bedeckt ist. Auf niedriger Hitze drei Stunden schmoren.

Eine halbe Stunde vor Ende der Garzeit den Wirsing klein schneiden und in einem Topf mit etwas Öl scharf anbraten, anschließend etwas Wasser hinzufügen und 15 Minuten weich kochen.

Die Hasenteile aus dem Sud entfernen. Nach dem Schmoren sollte sich das Fleisch ganz einfach von den Knochen lösen. Den Sud auf drei Viertel einkochen um eine Soße zu erhalten.

Hasenfleisch mit dem Wirsing anrichten und servieren.

Diese Menge reicht für 6 – 8 Portionen.

2 Kommentare zu “Hasenkeule mit Wirsing

  1. Hanjo

    Ich bin mir zwar nicht sicher, inwieweit sich eine Bejagung von Feldhasen auf die oft schwächelnden Bestände auswirkt und ob die begrenzten Lebensräume ohne Bejagung mehr Feldhasen aufnehmen könnten, finde es jedoch eher bedenklich welche zu essen. Als großer Wildliebhaber greife ich da lieber auf häufiger vorkommende Arten wie Wildschweine oder Rehe zurück, solange sich die deutschen Bestände an Hasen nicht signifikant erholt haben jedenfalls.
    Ich finde in dem Fall sollten kulinarische Bedürfnisse vor dem Artenschutz Vorrang haben. Also, ich plädiere dafür keine Feldhasen zu essen- es sei denn, es ist mal ein Opfer eines Wildunfalls verfügbar…

    1. Felix

      Hallo Hanjo,
      da gebe ich dir völlig Recht, deswegen auch der ausdrückliche Hinweis im Artikel. Leider wird die Situation dadurch erschwert, dass viele Jäger sich nicht ausreichend abstimmen oder schlicht gar keine Rücksicht auf Bestandsgrößen nehmen.

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