Fett: Eine Zusammenfassung

Fettsäuren UnterschiedeWas machen wir mit all dem Wissen über gesättigte und ungesättigte Fette, über kurze und lange Ketten und über cis- und trans-Fettsäuren? Sicher fällt es schwer, sich alle Details zu merken und auch im täglichen Gebrauch, in der Kommunikation untereinander sind die Begriffe reichlich sperrig. Es folgt daher eine Liste für die Praxis: Wo ist welche Fettsäure drin und welches Fett landet am besten im Einkaufswagen?

Abkürzungen und Stichworte für Fettsäuren

Zunächst jedoch noch einmal die wichtigsten Abkürzungen und Stichworte im Bereich der Fette, gefolgt von knappen Beschreibungen der Eigenschaften, Links und Quellen

SFA: Gesättigte Fettsäuren (engl. saturated fatty acids). Wichtigste Speicherform für Fett im menschlichen Körper. Das robusteste, stabilste Fett. Bei “sauberer” Herkunft gesundheitlich eindeutig vorteilhaft. Hauptsächlich enthalten in Tierprodukten und Kokosnüssen.

MUFA: Einfach ungesättigte Fettsäuren (engl. monounsaturated fatty acids). Gesundheitlich unbedenklich, weniger stabil als gesättigtes Fett. Enthalten in Olivenöl, aber auch in Tierprodukten.

PUFA: Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (engl. polyunsaturated fatty acids). Sehr instabiles Fett, neigt zu schneller Oxidation. Tendenziell gesundheitsschädlich. Enthalten in Pflanzenfetten.

Omega-3-Fettsäuren (auch n3-PUFA): Eine besondere Gruppe mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Essentielle (lebensnotwendige) Fettsäuren für den Menschen, kommen vornehmlich in Fisch vor, jedoch auch in Produkten wie Fleisch und Eiern, wenn diese aus Weidehaltung stammen.

Omega-6-Fettsäuren (auch n6-PUFA): Eine besondere Gruppe mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Teils essentielle Fettsäuren, kommen in vielen Pflanzenölen vor und werden heutzutage leider im Übermaß konsumiert. Resultat ist ein schlechtes n6:n3-Verhältnis (s.u.)

n6:n3-Verhältnis: Auch O6:O3 genannt. Das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung hat maßgeblichen Einfluss auf viele Gesundheitsfaktoren beim Menschen. In der westlichen Ernährung ist dieses Verhältnis mit 20:1 stark verzerrt. Erstrebenswert seien 2:1 bis 1:1.

trans-Fettsäuren: Auch gehärtetes Fett. Größtenteils durch industrielle Prozesse veränderte PUFA mit gesundheitlich sehr schädlicher Wirkung. Enthalten in vielen Margarinen und Pflanzenölen.

MCT: Mittelkettige Fettsäuren (engl. medium-chain triglycerides). Eine besondere Gruppe der SFA mit sehr positiven Wirkungen besonders auf das Verdauungssystem. Wirken förderlich auf den Stoffwechsel, helfen beim Abnehmen. Teils antimikrobiell. Vornehmlich enthalten in Kokosprodukten.

Fazit: Welches Fett soll ich verwenden?

Das waren soweit noch recht technische Begriffe. Die Reihenfolge deutet jedoch schon an, in welche Richtung es geht: Gesättigte Fette scheinen die unkompliziertesten, gesündesten Fette zu sein. Als Energiequelle eignen sich SFA also hervorragend. Darüber hinaus benötigt der Mensch ein paar wenige n3-PUFA und n6-PUFA. Wo bekommt er diese?

Empfehlenswert: Das Fleisch von Rindern aus Weidehaltung ist genau so zusammengesetzt: Es enthält hochwertige SFA und geringe Mengen n3-PUFA sowie geringste Mengen n6-PUFA. Zusätzlich enthalten sind ein paar MUFA und konjugierte Linolsäuren, die wir gerne mit nutzen. Dieses Traum-Paket findet sich in Weidebutter, Weide-Eiern und Weidefleisch. Auch Fisch aus Wildfang enthält eine gute Fettsäurenzusammensetzung, besonders n3-PUFA.

Kokosnüsse enthalten SFA und besonders MCT, sind daher ebenfalls eine sehr empfehlenswerte Fettquelle. Allerdings sind die ein Importprodukt und daher den lokalen Weideprodukten unterm Strich unterlegen. Benötigt werden sie für eine ausgewogene Ernährung nicht.

In Maßen unbedenklich: Was ist mit den anderen Fetten? Wer es mag, der möge weiter sein hochwertiges Olivenöl verwenden, zumindest in Maßen sollte die Oxidation hier keine Probleme bereiten. Auch Avocados enthalten größtenteils unbedenkliche MUFA, sind jedoch abermals ein Importprodukt.

Nutzlos: Leinsamenöl wird als n3-PUFA-Quelle verkauft, enthält dies jedoch nur in einer Form (Alpha-Linolensäure), die vom Menschen lediglich zu 5% verwertet werden kann. Es ist daher nicht zu empfehlen. Das gilt für alle pflanzlichen Omega-3-Quellen. Hier handelt es sich nur um unnötige, schnell oxidierende PUFA.

Gesundheitsschädlich: Pflanzenfette wie Distelöl, Rapsöl, Maisöl, Sojaöl und Sonnenblumenöl enthalten große Mengen PUFA und n6-PUFA, sind daher gesundheitlich absolut nicht zu empfehlen. Sie oxidieren schnell und führen teils zu einem ungünstig verzerrten n6:n3-Verhältnis. Einige Ausführungen, wie Margarine, sind gehärtet und enthalten obendrein die sehr schädlichen trans-Fettsäuren.

Gutes Fett, schlechtes Fett?

Wenn es also wirklich eine solch einfache Unterteilung geben soll, dann würde sie meiner Empfehlung nach folgendermaßen lauten:

Gut: Weidebutter, Weidefleisch, Weide-Eier, Wildfisch, Kokosfett, Olivenöl

Schlecht: Distelöl, Rapsöl, Maisöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Margarine

Das war es vorerst mit den Eigenschaften der vielen verschiedenen Fette. Ausgestattet mit diesem Wissen sollte der Griff zur Weidebutter leicht fallen und kaum noch Zweifel bestehen.

Quellen und weitere Informationen:

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49 Kommentare zu “Fett: Eine Zusammenfassung

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  1. Psy

    Sehr schön einfach und verständlich zusammengefasst.

    Mittlerweile nutze ich zum Braten nur noch natives Kokosöl. Wenn dies zur Neige geht und ich grad knapp bei Kasse bin greife ich auf Kerrygoldbutter zurück welches ich sonst für Brotaufstrich nutze. Und ich mache da mittlerweile alles drin. Mit Wasser kochen habe ich inzwischen aufgegeben. Erstens weil ich Reis und Nudeln eh nicht besonders mag und auch nicht für nahrhaft halte, und Kartoffeln schmecken aus der Pfanne einfach um Welten besser. Stückpreis der Butter/des Öls ist natürlich relativ hoch… aber was viele nicht wissen ist das der Bedarf zurück geht wenn man qualitative Nahrung zu sich nimmt. Der Magen hat dafür eigene Parameter und sendet das Sättigungsgefühl relativ schnell aus sobald er das hat was er braucht. Bei industrielle Nahrung passiert das erst sehr viel später und man frisst und frisst bis das Völlegefühl eintritt.

    Das sind Erfahrungen die ich in den letzten Monaten gemacht habe. Natürlich achte ich dabei auch nicht nur aufs Öl. Ich kaufe beinahe nur noch Roh- und Biokost. Es schmeckt wesentlich besser und ist wesentlich gesünder. Die Zubereitungszeit hält sich mit 30 Minuten in annehmbaren Grenzen. Meine Ausgaben haben sich aufgrund des geringeren Bedarfs kaum verändert. Und seit einiger Zeit nehme ich auch ab und mein Hautbild bessert sich.

    Um mal zu vergleichen: Früher konnte ich 2 ganze Tiefkühlpizzas hintereinander verdrücken. Mittlerweile reicht mir eine halbe Pfanne Kartoffeln+Gemüse+Hähnchenfleisch. Nur mal so als Beispiel. Und die andere Hälfte esse ich am nächsten Morgen zum Frühstück.

    Und das Beste an der ganzen Geschichte ist das man auf nichts verzichten muss. Man kann Pommes, Burger, usw essen wie man lustig ist wenn man das richtige Fett und die Zutaten in gesunder Form hat.

  2. Teresa

    Hallo Felix,

    Ich bin noch neu auf dem Gebiet der paleo Ernährung. Ich habe mich 2 Jahre vegetarisch (davon ein halbes Jahr vegan) ernährt und davon Stoffwechselprobleme und massiven Haarausfall (Eisenmangel lässt grüßen!) bekommen. Auch B6, b12 und Vitamin D waren knapp.
    Deswegen bin ich natürlich sehr kritisch, wenn es um Ernährungsempfehlungen geht.
    Es wäre nett wenn du dein Wissen und deine Meinung mit mir teilen würdest bezüglich folgender Fragen:

    Wie ist es zu bewerten, dass Butter 3-6% Transfette aller fettsäuren enthält (siehe Wikipedia Artikel “butter” Abschnitt buttersorten ganz unten)?

    Wieso sollten ghee, Butter, (prinzipiell aber auch omega 3 reiches Fleisch /Fisch) gut zum erhitzen sein, wenn die omega 3 fettsäuren doch so oxidationsanfällig sind? Mir ist bewusst, dass sie eher hitzestabil sind als fette, die fast komplett ungesättigt sind.

    Und zu guter Letzt: gibt es irgendwo Palmkernfett nativ zu kaufen?

    Liebe Grüße
    Teresa

    1. Felix

      Hallo Teresa,

      Wie ist es zu bewerten, dass Butter 3-6% Transfette aller fettsäuren enthält (siehe Wikipedia Artikel “butter” Abschnitt buttersorten ganz unten)?

      Es gibt natürliche trans-Fette, diese sind nicht ungesund: http://www.urgeschmack.de/fett-trans-fettsauren/ (unten im Artikel)

      Wieso sollten ghee, Butter, (prinzipiell aber auch omega 3 reiches Fleisch /Fisch) gut zum erhitzen sein

      “Gut zum Erhitzen” habe ich nicht geschrieben. Und man muss hier auch differenzieren und definieren, von welchen Temperaturen die Rede ist. Ghee ist generell unproblematisch, da es reines Butterfett ohne sog. Milchpartikel enthält, die verbrennen könnten. Im Übrigen ist fast immer ein sehr kleiner Anteil PUFA enthalten, welche dann allerdings auch zu vernachlässigen sind, zumal eine Oxidation ja ohnehin auch noch im Körper stattfinden kann.

      Und zu guter Letzt: gibt es irgendwo Palmkernfett nativ zu kaufen?

      Habe ich mich noch nicht so mit befasst, da ich mit Kokosöl zufrieden bin.

      1. Teresa

        Hallo Felix,

        danke für deine Antwort.

        Da hätte ich mich wohl etwas differenzierter ausdrücken müssen: Durch deine Rezepte ( zB. gegarter Wildlachs) und durch andere Websites (Ghee zum Braten) habe ich mich eben gewundert, was wohl mit diesen Omega 3 bzw . mehrfach ungesättigten Fettsäuren beim Erhitzen passiert. Ob das nun Bratpfanne oder Ofen (170-200°) ist.

        Liebe Grüße

        1. Mo

          Hallo,

          Genau das würde mich auch interessieren bzw. habe ich mich auch gefragt. Was passiert mit den Omega3 Fettsäuren im Fleisch wenn es erhitzt wird (Ofen, Pfanne)?
          Verhält es sich ebenfalls wie Fettsäuren aus Pflanzenölen und werden beim erhitzen ranzig?

          Schönen Gruß
          Mo

  3. Claudia

    Hallo Felix! Deine HP ist wirklich toll aufgebaut und sehr interessant. Es lässt sehr gut und einfach lesen. Meine Frage lautet: wo bekommst du dein Vitamin E her?
    Ich habe unzählige Ernährungsformen probiert – vegan,80/10/10, trennkost, säure-base etc.
    Und suche noch meinen ganz bestimmtem Weg, ohne Getreide, Hülsenfrüchte, Pflanzliche Öle.
    Hätte noch viele weitere Fragen, aber diese wäre die dringendste. (Thema Trennkost?, Salz gut oder schlecht? Welches? Wieviel Wasser braucht man täglich? Ionisierungsfilter? Ist Tee ungesund? Sind öle gut als körperpflege Etc)

    Also über eine Antwort bzgl. vitamin E wäre ich dankbar!

      1. Claudia

        Danke Felix fuer die rasche Antwort! Fand die Hp nicht mehr, wo ich meine Frage gepostet hatte….daher d späte Antwort meinerseits.
        Um den täglichen vit e Bedarf über Nüsse zu decken, müsste man 40g Haselnüsse essen. Da hat man jedoch wieder das Problem von omega6:3….. Abgesehen von den Kalorien….
        Am “gesündesten” denke ich wäre die Süsskartoffel und die Tomate, aber ich kann doch nicht täglich eines dieser beiden Gemüse (200g) essen?
        Das nächste Gemüse wàre Wirsing bzw Rote Paprika: täglicher Bedarf: über 500g…

        Wie schaut es mit dem Spurenelement Zink aus?

        1. Felix

          Hallo Claudia,
          diese Betrachtung funktioniert ohnehin nicht. Nur weil z.B. in einer bestimmten Kartoffel 4mg Vitamin E stecken heißt das nicht, dass du diese auch bekommst, wenn du sie isst.
          Iss einfach vielseitig buntes Obst, Gemüse und Tierprodukte und du solltest mit allem versorgt sein. Schau nicht auf irgenwelche Durchschnittswerte sondern auf deine Gesundheit.

  4. Pingback: Die Grundlagen über Paleo | paleovegetarisch

    1. Felix

      Solche Öle würde ich eher nur sehr sparsam einsetzen, als Gewürz. Und immer auf die optimale Lagerung achten (kühl, dunkel, luftdicht), nur kleine Flaschen kaufen damit es möglichst frisch ist.

  5. Pingback: Zwei: ganz schön viel und ganz schön schön. Und manchmal einfach schnell und fettig: Bauchscheiben mit Bohnen | Teilstücke

  6. Rico

    hallo felix,

    weißt du zufällig etwas über die “milena” irische butter?
    sieht ähnlich aus wie die gute echte von kerrygold. leider finde ich nicht selbst etwas darüber, ob die etwas billigere genauso gut ist, bzw. wo sie überhaupt herkommt, bzw. desen rohstoffe/zutaten.

    gruss rico

    1. Felix

      Ich kann es dir nicht mit 100%iger Sicherheit sagen, aber soweit ich weiß ist das eine Butter, die so aussehen möchte wie die Kerrygold – aber es inhaltlich nicht hält, es ist also keine Weidebutter.

  7. Tom

    Hallo Felix,
    ich höre immer von Kollegen Fleisch sei zwar ok, aber man soll nicht so viel vom Fettrand essen, das sei ungesund…. das ist doch blödsinn, oder?
    grüße

    1. Felix

      Das kommt auf die Qualität an. Wenn das Fleisch ohnehin aus billiger Massenerzeugung kommt, dann ist es wohl ratsam lieber ganz darauf zu verzichten.
      Ist es ein hochwertiges, artgerecht erzeugtes Stück, ist auch das Fett eine wertvolle Nährstoffquelle.

  8. susi

    Hallo Felix, ich bin jetzt seit Stunden auf deiner Seite unterwegs. Einfach genial. Danke.
    Kannst du bitte mal drüber schauen, ob meine Rechnung so stimmt?
    61-62 Kilo Frau bei 172cm, 1600 kcal Grundumsatz (lieber etwas defensiv geschätzt)

    Eiweiß 93g (62kg*1,5g/kg) = 380 Kcal
    KH (50-)100g (Empfehlung) = 400 kcal
    bleiben 820 kcal = 90g Fett

    Wenn ich drüber nachdenke, welch großen Hunger ich immer habe und wie riesig meine Portionen teilweise sind… wird mir Angst und bange.
    Ich würde gerne 1-2 Kilos verlieren, mache aber sehr viel Sport (Triathlon) und habe das Gefühl ich bräuchte öfter mal Kuchen oder ungesunde KHs. Wenn ich zB zum Frühstück 250g Quark (20%) esse plus 300g TK Beeren und ordentlich Zimt, habe ich trotzdem nach 1-2 Std wieder Kohldampf.
    Meinst du ich könnte so ein Fall sein, bei dem es was nützt auf Milchprodukte zu verzichten? Ich esse nämlich super viele Milchprodukte. Und was hälst du eigentlich davon, wenn man lange Pausen zwischen den Mahlzeiten lässt, so circa 6-14 Stunden?

    Weitere Fragen:
    Wie ist deine Meinung zu Kaffee? (Kakao ist ja auch nicht regional.)
    Was sagst du zum Säure-Basen-Thema in Bezug zur Ernährung?
    Und was hälst du von Weizengrassaft?

    Tausend Dank schon mal für deine Antwort!!!!! Ich bin mega gespannt.
    VG Susi

    1. Felix

      Hallo Susi-

      das kommt hin, aber ganz so mathematisch würde ich da nicht rangehen.

      Ich denke, solange du deine Ernährung auf frisches Gemüse fokussierst, ergänzt um Obst und Fleisch/Fisch/Eier, sollte sich das von selbst einpendeln.

      Dass du nach dem Quark mit Beeren zum Frühstück schnell wieder Hunger bekommst, kann ich nachvollziehen und ich würde in der Tat empfehlen, vollständig auf Milchprodukte zu verzichten.

      Lange Pausen zwischen den Mahlzeiten: Kann man machen, muss man nicht. Wenn es für dich funktioniert, dann lass dich nicht davon abhalten.

      Kaffee: Meine Meinung? Es gibt nur einen guten Kaffee, und der kommt aus Neuseeland – gibt es hier noch nicht. Wenn schon Kaffee, dann gut – oder? Davon abgesehen würde ich ihn eher selten genießen, max. drei Tassen pro Woche.

      Säure-Basen sind mMn kein Thema, wenn man sich vornehmlich von frischem Gemüse ernährt.

      Von Weizengrassaft halte ich nichts: http://www.youtube.com/watch?v=JsC794Soy-A

      Alles Gute!
      Felix

  9. Steffen

    Hallo alle miteinander,

    ich kaufe mein Schmalz (Schweineschmalz) bei der Neulandfleischerei. Die haben Fleisch, Eier und Schmalz von Tieren mit artgerechter Haltung sowie Wild. Ist nicht ganz billig. Aber lieber 70 Jahre alt und kein Ferrari vor der Finca als 60 Jahre und nur von einem Medikamentencocktail am Leben gehalten. Ansonsten im Internet und den Zeitungen nach Anbietern von Weidetieren gucken.

  10. Christoph

    Hallo Felix!

    Ich wollte dich bezüglich Fett noch fragen wie es mit high-oleic Sonnenblumenöl aussieht kennst du das?Wie wirkt dieses im Körper und was ist da eigentlich der Unterschied?Könntest du mich da aufklären?

    Liebe Grüße, Christoph

    1. Felix

      Das ist mir selbst noch nicht untergekommen. Allerdings ist es nach wie vor Sonnenblumenoel und ich wuerde davon ausgehen, dass die Probleme der starken Verarbeitung und des PUFA-Anteils bestehen bleiben.

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  12. Pingback: Brauchen wir Fischöl? — Urgeschmack

  13. TJBlack

    Hallo,

    wie sieht es denn mit Ölen aus, die Antioxidantien enthalten?
    Und was mit die pflanzlichen Fettsäuren in natürlicher Form, sprich Lein- oder Hanfsamen. Hanföl wurde ja leider gar nicht betrachtet.

    1. Felix

      Es gibt keine pflanzlichen Fettsäuren, nur gesättige und ungesättigte. Fast alle pflanzlichen Quellen liefern mehrfach ungesättigte Fettsäuren, so auch Hanföl. Die Antioxidantien sind ein völlig anderes Thema, mit den Fettsäuren oder Ölen per se haben die nichts zu tun.

  14. Anna

    Wie siehts aus mit Mandelöl, Reisöl, Kürbiskernöl etc.? :-)

    Hab nämlich mla geschaut und Kokosöl ist doch auch eher teuer und bei meinem China-Lebensmitelladen um die Ecke wurde mir z. B. Reisöl als sehr gesund empfohlen!?

      1. Felix

        Mandelöl und Kürbiskernöl sind Mehrfach ungesättigt (PUFA), Sesam und Erdnuss auch. Reisöl… wow, ÖL aus Reis? OK, Reisöl besteht zu rund 1/4 aus gesättigtem, und je etwas über 1/3 aus einfach bzw mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Ist also relativ ausgeglichen, scheint gar nicht so verkehrt zu sein. “Sehr gesund” ist allerdings … sehr relativ. Man könnte höchstens sagen, dass es “nicht sehr ungesund” ist.

  15. alex

    Hi Felix,

    endlich mal jemand der die gute Butter verteidigt und die pflanzlichen, (allein schon durch die Herstellung bedingt) ranzigen Öle in die Ecke stellt.
    Ich mußte vor fast 3 Jahren aus gesundheitlichen Gründen meine Ernährung drastisch umstellen, GF/DF/LowCarb und natürlich auch die Fette. Seitdem esse ich fast jeden Tag 1 EL Kokosöl (da ich in Neuseeland lebe ist das Kokosöl aus Fiji quasi auch fast lokal ;)) in meinem Frühstücksshake, koche nur noch mit Schmalz, Ghee oder Kokosöl und seitdem ich Milch wieder vertrage jetzt auch Butter. Ich esse also so viel Fett wie nie zuvor in meinem Leben und trotzdem ging es mit dem Gewicht nach unten und der Gesundheit bergauf!
    Dieses Jahr war ich auf einem Vortrag von Sally Fallon, der Autorin des Kochbuchs “Nourishing Traditions”, welches wiederum auf den Studien des Arztes Weston A. Price basiert. Ich bin mir ziemlich sicher, daß Dich dieses Buch sehr interessieren würde und auch die homepage der Weston A. Price Foundation:
    http://www.westonaprice.org/know-your-fats/good-fats-bad-fats-separating-fact-from-fiction?qh=YTo1OntpOjA7czo0OiJmYXRzIjtpOjE7czozOiJmYXQiO2k6MjtzOjc6ImZhdG5lc3MiO2k6MztzOjQ6IidmYXQiO2k6NDtzOjU6ImZhdCdzIjt9

    Danke für diesen Artikel! Liebe Grüße aus Neuseeland!

  16. Nicolette

    Ich beschäftige mich zur Zeit auch sehr mit den richtigen Fetten – was ist von Leindotteröl zu halten?
    Leinöl schmeckt für mich eklig bitter und ich bin ganz froh, daß es hier nicht so gut abgeschnitten hat… Aber eigentlich hast Du recht, Felix, wozu eigentlich soviele verschiedene Öle – gutes Olivenöl für Salate und Rohkost, Butterschmalz zum Braten und Butter zum verfeinern – mehr brauchts eigentlich nicht.

    1. Felix

      Hallo Nicolette,
      von Leindotteröl halte ich erstmal nicht viel. Ich habe es noch nicht probiert, denn es ist, wie du schon sagtest: Wozu teure oder anfällige Öle kaufen, wenn es feines Olivenöl gibt?

      1. Nicolette

        Völlig Deiner Meinung!! Mir wurde nur dieses Leindotteröl wärmstens ans Herz gelegt, nachdem ich von Leinöl so überhaupt nicht begeistert war….

    2. Heidi

      Frisches, kaltgepresstes Leinsamenoel schmeckt alles andere als bitter und ist oberlecker. Das aus dem Supermarkt (egal welche Firma) ist echt zum k…n. Habe mit denen angefangen und dann eine Oelmuehle gefunden, wo ich es mir frisch hole. Dann ist es auch gesund. LG..

  17. Renate

    Hallo Felix,
    danke für den wieder einmal sehr aufschlussreichen Artikel. Bis auf Olivenöl für mediterrane Gericht und Leinöl – das gehört einfach zu Pellkartoffeln und Quark ;) – hab ich mich auch mittlerweile von den Pflanzenölen verabschiedet. Wobei mir das anfangs schwer fiel, weil in sämtlichen Medien zumeist das Gegenteil verkündet wird. Aber da hilft es, wieder bei urgeschmack vorbei zu schauen oder gute Bücher zu lesen, z.B. von Ulrike Gonder und natürlich von F. Olschewski ;)
    Eine Frage hab ich: das Butterschmalz oder Ghee aus dem Reformhaus ist recht teuer und zum Selbermachen hab ich nicht immer die Muße. Gibt es eine brauchbare Alternative? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das säuberlich gewürfelte Butterschmalz der Lebensmittelindustrie zu empfehlen ist. Zumal es sicher nicht von Weidetieren stammt.

      1. Renate

        Meine Frage ging eigentlich in die Richtung, wo man vernünftiges Butterschmalz herbekommen kann, außer im Reformhaus.
        Schweine- und Gänseschmalz verwende ich auch gern, aber es passt nicht immer.

        1. Felix

          Von Tierschmalz aus’m Supermarkt würde ich auch die Finger lassen, da das mit größter Wahrscheinlichkeit immer aus der Massentierhaltung stammt.
          In deinem Fall führt aber vermutlich kaum ein Weg um Butterschmalz aus der Industrie herum, preislich ist das sonst kaum machbar. Ja, die Quelle sind dann sehr wahrscheinlich keine Weidetiere.
          Gute Ware hat ihren Preis. Alternativ könntest du mal im Internet suchen, ggfs auch nach den Marken, die du im Reformhaus findest. Dann kannst du dir wenigstens den (mMn oft vermessenen) Reformhaus-Bonus sparen.

  18. Alex

    Vielen Dank für die vielen Erklärungen hier!
    Was ich immer vermisse, wenn ich von essentiellen Fettsäuren höre, ist eine Liste all dieser essentiellen Fettsäuren und generell eine Liste aller Fettsäuren.
    Sehr interessant für mich ist, dass in der Muttermilch vornehmlich langkettige SFAs vorkommen! Da der Anteil bestimmter Fettsäuren bei Kühen sehr stark von der Art der Fütterung abhängt, stellt sich für mich nun auch die Frage, wie das bei Muttermilch aussieht! Hast du Daten über die Zusammensetzung der Muttermilch in Abhängigkeit der Nahrung?

    1. Felix

      Hi Alex,
      solche Angaben such ich selbst noch immer. Nach aktuellem Stand gelten in weiten Teilen der Wissenschaft nur zwei Fettsäuren als Essentiell: Linolsäure (O6) und Alpha-Linolensäure (O3). Das ist aber auch abhängig von der Herangehensweise und natürlich auch Sichtweise des Forschers. Insofern kann man die Forschung da keinesfalls als abgeschlossen bezeichnen.
      Bei Muttermilch suche ich auch noch, kann mir aber kaum vorstellen, dass das jemand untersucht hat. Experimente am lebenden Menschen sind ja eher schwierig…

  19. Sineuve

    Wirklich interessant!
    (Obwohl ich zueggebenermassen die vorherigen Fett-Artikel nicht gelesen hatte, das sah mir zu kompliziert aus)

    Wie ist es eigentlich mit Schmalz? Zum Braten sind mir Butter und Olivenöl machmal einfach zu hitzeempfindlich, dann habe ich immer Butterschmalz verwendet – was sagt der Experte dazu?

  20. Markus

    Danke für deinen Beitrag.
    Was mich einmal interessieren würde ist, was
    du von Leinöl aus ökologischem Anbau (ohne Konservierungsstoffe wie künstlichem Vitamin E) hälst?

    Die Frage möchte ich etwas erweitern: Ich selber beachte dabei den
    Aspekt der sehr kurzen Haltbarkeit und achte auf eine gute Lagerung (Kühlung), damit sich die relativ instabilen Omega3-Fettsäuren nicht gänzlich in ihrer Wirkung verflüchtigen.

    Danke.

    1. Felix

      Hi Markus,
      mir selbst wäre der Aufwand (Lagerung, häufige Neubeschaffung) einfach zu groß. Da ich mit Butter, Olivenöl, Butterschmalz und Kokosfett absolut zufrieden bin, habe ich nicht das Bedürfnis, noch andere Öle auf Lager zu halten. Das kann sich natürlich auch wieder ändern.
      In deinem Fall sehe ich da kein großes Problem – bedenke aber, dass PUFAs auch im Körper noch ranzig werden können.

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