Meine Ernte

Mit “Meine Ernte” haben Natalie Kirchbaumer und Wanda Ganders sich etwas wirklich Gutes einfallen lassen: Sie Mieten sich einen eigenen Gemüsegarten in der Nähe der Stadt*, den Sie eine Saison lang selbst pflegen und natürlich auch ernten. 20 Gemüsesorten sind bereits gesät und Sie können selbstverständlich auch nachsäen.

Für diejenigen, die in den Tiefen der Großstadt wohnen und nicht die geringste Möglichkeit haben, selbst Gemüse anzupflanzen, kann dies eine gute Lösung sein. Zugegeben, es fällt ein Aufwand für die Fahrt und gegebenenfalls der Spritverbrauch an. Doch man sollte es sich nicht so leicht machen, die negativen Seiten in den Vordergrund zu stellen, denn: Die Arbeit an und in einem eigenen Garten, auch wenn er nur gemietet ist, ist etwas sehr erfüllendes. Besonders natürlich dann, wenn am Ende etwas dabei herauskommt: Essbares, gesundes Gemüse.

Auch ist nicht zu vergessen, dass hier volle Transparenz herrscht, denn Sie selbst wissen am Besten, woher das Gemüse kommt und wie es gewachsen ist. Durch das Ausbleiben langer Transportwege ist hohe Frische garantiert.

Wer selbst auf dem Land wohnt, mag “meine-ernte.de” belächeln. Das ist verständlich. Doch das Konzept kann Menschen heranführen an die Natur, den Kontakt zur Umwelt wieder herstellen und so den Verbraucher wieder mit seiner Nahrung verbinden. In Zeiten mehrfach verschweißter Fertiggerichte aus Übersee kann dies nicht falsch sein. Nur wer seine Lebensmittel wirklich durchweg kennt, kann auch eigenverantwortlich entscheiden und mündig leben.

Meiner Ansicht nach ist “Meine Ernte” mehr als nur ein guter Gedanke auf dem Weg zurück zur Natur und ich würde mir wünschen, dass mehr Konzepte dieser Art umgesetzt würden.

* derzeit verfügbar in Aachen, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt und Wiesbaden

Gesund, lecker und einfach: Mit "Das Urgeschmack-Kochbuch" heute anfangen, die Ernährung umzustellen.

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