Dörrfleisch – Beef Jerky

Besonders für Snacks eignet sich das Dörrfleisch. Statt Käse oder Schinkenscheiben greifen Sie einfach zum unkomplizierten, schmackhaften Fleisch und haben etwas ordentliches zu kauen. Es schmiert nicht, ist äusserst günstig herzustellen und schmeckt ausgezeichnet. Wenn Sie es selbst herstellen, können Sie sich den Geschmack und die Qualität natürlich auch noch aussuchen.

Grundlage für gutes Dörrfleisch sollte möglichst mageres Rindfleisch sein. Sichtbares Fett sollten sie so weit möglich unbedingt entfernen - es wird sonst später ranzig, unappetitlich und ungesund. Schneiden Sie das Fleisch in maximal 3mm dünne, kleine Streifen und legen Sie es auf Backpapier. Als Gewürz verwende ich gerne eine Mischung aus Curry, Chili, Paprika, Pfeffer und Salz aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Würzen Sie jedenfalls das auf dem Papier liegende Fleisch, indem Sie das Gewürz darüber streuen. Anschliessend legen Sie das Papier am Besten auf ein Rost und schieben dies bei ca 60°C (nicht heißer!) in den Ofen, wo es nun ca 4 Stunden getrocknet wird. Wichtig: Die Ofentür muss dabei einen Spalt geöffnet bleibtn (stecken Sie zum Beispiel einen Kochlöffel in den Spalt).

Gekühlt und luftdicht verpackt hält das Dörrfleisch im Kühlschrank 2-3 Wochen.

Das fertige Fleisch hat bei der Trocknung ca 50% seines Gewichts verloren. Somit ergeben 15g Dörrfleisch einen Eiweißblock!

Wenn Ihnen Urgeschmack gefällt oder hilft, würde ich mich über Ihre Unterstützung sehr freuen.

7 Kommentare zu “Dörrfleisch – Beef Jerky

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  1. Melanie

    Hallo Felix
    Du warst ja kürzlich in Südafrika und hast dort sicher viel Biltong gegessen :-) Würdest Du dies gleich herstellen wie das Beef Jerky? Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir einen Dörrautomaten kaufen soll oder ob ich es in einem kühlen Raum über mehrere Tage trocknen soll. Ich weiss, in Südafrika wird das das Fleisch tagelang getrocknet, deshalb kommt es mir einfach komisch vor, so in ein paar Stunden gutes Biltong herzustellen :-)
    Beste Grüsse und vielen Dank für Deine tollen Infos!
    Melanie

    1. Felix

      Hi Melanie,
      die meisten Bilton-Produkte in Südafrika stecken leider voller Zucker, Aromastoffe und Glutamat, daher habe ich keines gegessen. Grundsätzlich funktioniert die Herstellung genauso, ich würde es immer so machen, wie die Mittel es am einfachsten zulassen.

  2. Nadine

    Habs noch nicht ausprobiert, aber ich konnte mir vorstellen, dass die Gewürze besser am Fleisch haften, wenn man es vor dem Ausbreiten auf dem Backblech oder -rost in einer Schüssel mit den Gewürzen vermengt und durchmischt…

    Die tiefste Temperatur meines Backofens ist 80ºC. Soll ich es damit mal versuchen, oder lieber gleich lassen?

    1. Felix

      Das kommt seeehr auf den Ofen an. Das sind idR keine Praezisionsgeraeze und auch Temperaturstsbil sind sie nicht. Die 80 Grad koennen alles von 50-110 Grad oder aehnlich sein. Einen Versuch bei offener Ofentuer mit wenig Material ist es wert. Aber ich vermute, dass es schon zu heiss ist.

  3. Thomas

    Zwei Tipps noch: 1. immer auf hygienische Umgebung achten, und die Kühlkette beim Schneiden und Marinieren nie zu lange unterbrechen – sonst könnten sich gefährliche Keime zu stark vermehren.
    2. Nach dem Dörren im Ofen trocknet das Jerky etwas nach. Und zu trocken ist es zäh. Als hier muss etwas experimentiert werden, um die richtige Trockendauer herauszufinden.

  4. Mike

    Ich finde Dörrfleisch ja total lecker, aber führt nicht jede Nahrung auch zu einem Insulinanstieg? Daher sollte man doch Snacks vermeiden, oder liege ich hier falsch?

    1. Felix

      Jain. “Insulinanstieg” ist ja relativ, da gibt es eine große Bandbreite. In diesem Fall wäre der Insulinanstieg so minimal, dass er nicht nennenswert ist.
      Wenn du allerdings Eiweißhaltige Nahrung isst, wird auch Glukagon ausgestoßen. Das ist als Mobilisierungshormon quasi der direkte Gegenspieler vom Insulin, insofern macht ein aus Eiweiß bestehender Snack absolut Sinn.

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