Der gute Schlachter

Damit Fleisch gegessen werden kann, muss ein Tier sterben. Das gehört zum Kreislauf des Lebens.

Leider hat sich in unserer Gesellschaft die industrialisierte Lebensmittelproduktion durchgesetzt. Zu den Folgen gehört, dass die Transparenz der Produktion in vielen Bereichen nicht mehr gegeben ist. Tatsächlich ist vielen Menschen nicht bewusst, woher das "Fleisch" genannte Produkt kommt, das sie essen. Und die Industrie gibt sich große Mühe, dass dies auch so bleibt. Denn wüsste der Großteil der Verbraucher, wie schlecht es um die Produktionsqualität, vielmehr aber die Haltungsmethoden von Tieren bestellt ist, würden sie sich weigern, an diesem zentralisierten System teilzunehmen und die Alternativen nutzen.

Selbst unter Urgroßeltern ist die Zahl derer, die sich noch an eine Zeit ohne industrialisierte Lebensmittelproduktion erinnern können, gering. Diejenigen jedoch, die das alte, das handwerkliche Hofleben noch erlebt haben, schütteln angesichts der heutigen Zustände oft heftig die Köpfe.

Doch es gibt sie, die Alternativen: Regionale Erzeuger, handwerklich arbeitende Betriebe. Menschen, die sich Gedanken um das Essen als wertvolles Produkt und als Kulturgut machen. Handwerker, die moderne Methoden anwenden und zugleich respektvoll an Nahrungsmittel herangehen, verleihen diesen damit wieder einen Wert.

Der folgende Film stellt Larry Althiser vor, einen US-amerikanischen Schlachter der über seine Arbeit, seine Beweggründe und seine Leidenschaft spricht. In diesem Film ist zu sehen, wie Tiere getötet, zerlegt und zu Nahrungsmitteln verarbeitet werden.

Dabei erfahren Sie über fachgerechtes Vorgehen und vor welchen Herausforderungen ein Schlachter steht, der seinen Beruf ernst nimmt. Ein sehr lehrreiches Video. Dabei sind Stolz auf handwerkliche Fähigkeit und Respekt vor dem Leben zwei wichtige Werte, die meines Empfindens nach miteinander einher gehen.

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2 Kommentare zu “Der gute Schlachter

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  1. Kikilula

    Den Film sollte sich jeder Fleischesser ansehen und dann entscheiden, ob er wirklich den Schweinebraten für 4,99 € das Kilo vom Discounter essen mag – ich mag es nicht.

    In meiner Gegend gibt es auch noch kleine Schlachthäuser, die die Tiere aus der Region schlachten. Und die hiesigen Metzer sind sogar mit etwas Nachfragen bereit, das Fett am Fleisch dranzulassen – oder es zumindest gratis dazuzugeben.

    In einer Region, in der nur ein Teil der landwirschaftlichen Nutzflächen für den Ackerbau taugen, verbringen die meisten Fleischrinder einen großen Teil ihres Lebens im Freien – so dass auch ohne extra ausgewiesenen Weidefleischstatus gute Qualitäten in den Fleischtheken landen.

  2. Rosie

    Ich persönlich kaufe nicht oft Fleisch und wenn, dann bei dem Metzger meines Vertrauens. Er bekommt das Fleisch von den Bauern aus näheren Umgebung. Im Laden hängen Fotos der Bauern, dazu ihre Adresse, so dass man, so man möchte, vor Ort die Tierhaltung besichtigen kann. Natürlich ist das Fleisch dort teurer als im Supermarkt, aber das ist es mir wert. Ich bin auf einem Dorf aufgewachsen, wo noch geschlachtet, gewurstet und eingekocht wurde. So ist mir schon als Kind sehr bewusst geworden, dass ein Tier, dass wir vielleicht als kleines Kälbchen gestreichelt haben, für uns stirbt, damit wir Fleisch essen können.
    LG von Rosie

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