Polenta, Porridge & Pap – der Brei des Lebens

Getreidebrei

Getreidebrei, eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Welt, besteht aus nur zwei Zutaten und tritt dennoch in unzähligen Varianten auf. Durch seine einfache Zubereitung erlaubt er uns das Erkunden feiner Details, aus denen wir viel lernen können über die gesamte Nahrungskette aller Lebensmittel von der Erzeugung bis auf den Teller. Eine ausgezeichnete Gelegenheit, anhand eines einfachen Lebensmittels schrittweise in Feinheiten abzutauchen und dabei Neues zu erfahren.

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Hürdenlauf der Wahrnehmung

Ungetrübte Wahrnehmung von Fenchel

Oliver verzieht das Gesicht. »Heidelbeeren mag ich nicht, die sind mir zu sauer.« So schiebt er eine Schale frisch gepflückter Heidelbeeren als Dessert von sich. Weil er in seiner Jugend mal eine saure Heidelbeere gegessen hat. Oliver gehört damit zu den vielen Menschen, die ihrer ungetrübten Wahrnehmung drei Hürden in den Weg stellen. Doch wer einmal Kartoffelsalat gegessen hat, weiß dadurch nicht, was Kartoffelsalat ist. Sondern lediglich, wie ein Lebensmittel mit dem Namen Kartoffel­salat aussehen und schmecken kann. Wir verwechseln die Kenntnis von Namen mit Verständnis.

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Es sich selbst machen

Es sich selbst machen - Zwetschgenmus

Schlafzimmer und Küche haben eines gemeinsam: Wer sich nicht selbst befriedigt, hat keine Ahnung. Und wer es sich selbst macht, bereichert sein Leben immens. Kann man wirklich nur dann gut essen, wenn man selbst kocht?

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Restaurants als Bordelle

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»Das erste Anzeichen ehelicher Probleme ist, wenn Mann oder Frau es anwidert, gemeinsam am Esstisch zu sitzen«, schreibt Richardson Wright 1943 in seinem Bed-Book of Eating and Drinking. Mehr gemeinsame Mahlzeiten am Küchentisch würden »den ehelichen Status stabilisieren. Ich glaube, dass ein Mann nicht um die Bedeutung und Sicherheit einer glücklichen Ehe weiß, bevor er sich selbst eine Mahlzeit gekocht hat.« Der Gang ins Restaurant wäre dann vergleichbar mit einem Bordellbesuch.

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Angst vor Nährstoffen

Nährstoffe in Ei, Zwiebel und Steckrübe

»Bekomme ich genügend Vitamine? Ist zu viel Eisen im Essen? Was ist mit dem Calcium und sollte ich nicht besser das Gluten meiden? Und wie soll ich all diese Nährstoffe aufnehmen, ohne zu viele Kalorien zu mir zu nehmen?« Statt die Zeit mit der Suche nach Antworten zu verbringen, sollten wir die Prämisse hinter diesen Fragen selbst anzweifeln.

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Schön essen

Schön essen

Bastian besteht auf einer gemeinsamen Mahlzeit der Familie am Tisch. Mehrfach huscht er von der Küche zum Esszimmer und richtet Teller, Besteck und Servietten sorgfältig an. Seine Familie wäre mit einem Teller auf dem Schoß vor dem Fernseher glücklich und würde eines niemals glauben: Bastians Besonnenheit bei der Vorbereitung des Esstischs hat erheblichen Einfluss auf Geschmack und Erlebnis des Essens.

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Der Wandel des Kochens

Wandel des Kochens

Kochen: Der ewig lästige Schritt vor dem Essen. Seit Anbeginn unserer Zeit versuchen wir, uns das Kochen zu erleichtern. Die Geschichte zeigt klare Trends für die Zukunft. Werden Häuser künftig über keine Küchen mehr verfügen und stattdessen ein Schrank mit Kühlschrank, Mikrowelle und Spülmaschine ihren Platz einnehmen?

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Leibwinde bändigen: Mittel gegen Blähungen

Mittel gegen Blähungen - Leibwinde bändigen

Stefanie verabschiedet mit einem Lächeln ihren neuen Freund, wartet bis er im Treppenhaus verschwunden ist und schließt dann mit schmerzverzerrtem Gesicht ihre Wohnungstür. Den ganzen Abend hat sie ihre Blähungen eingehalten, leidet nun unter Magenschmerzen und verflucht den Rosenkohl. Doch dieses Problem kann man vermeiden – auch ohne Verzicht auf die entsprechenden, oftmals geliebten Lebensmittel.

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Alleine essen macht krank

Karotten alleine essen

Die Tochter verkrümelt sich gerade mit einem Teller Nudeln vor den Fernseher, während Mama mit einem Knäckebrot im Mund am Handy herumspielt und Sohnemann Fertiglasagne am Computer auslöffelt. Niemand muss mehr seinen Lebensstil unterbrechen, um zu essen wann und was er möchte. Wir nennen das Komfort. Die Folgen dieser Individualisierung: Übergewicht, Essstörungen und ein erhöhter Drogenkonsum.

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