Der Wert des Essens

Was wir essen, wird ein Teil von uns. Essen wir eine Möhre, reist diese nicht einfach durch unseren Leib und landet hinterher in der Toilette. Sondern unser Organismus absorbiert die Nährstoffe und hinterlässt lediglich unverdauliche Fasern. Moleküle der Möhre werden zu Teilen unseres Körpers und begleiten uns mehrere Jahre. Die Nahrung auf unseren Tellern formt – nein: ist unser Leben morgen, nächste Woche, nächstes Jahr. Was bedeutet das für unsere Entscheidungen bei Einkauf und Essen, für den Wert des Essens, für gute Ernährung?

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Wo sind die guten Gemüsesorten?

Wer sich beim Gemüsekauf nach Früchten mit intensiverem Geschmack sehnt, stößt bald auf eine plausibel wirkende These: Moderne Sorten sind ertragreicher, alte enthalten dafür mehr Nährstoffe und sie schmecken besser. Hoher Ertrag steht gegenüber gutem Geschmack. Demnach kann die industrielle Landwirtschaft nur geschmacklose Ware erzeugen um effizient zu bleiben; das leckere Gemüse aus alten Sorten wächst zu spärlich und wuchert deswegen preislich. Folgen kann man diesen Schlüssen leicht, allerdings wurzeln sie nicht im Boden der Tatsachen.

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Was kann ein Dirigent uns über Essen und Ernährung lehren?

Industriell hergestelltes Essen, Fast Food und Fertiggerichte verdrängten im Verlauf des 20. Jahrhunderts mit rasantem Tempo handgemachtes Essen von unseren Tellern. Diese Veränderung fand nicht in einer sonst statischen Welt statt. Die Indus­tri­a­li­sie­rung drang in alle Bereiche des Lebens vor und erfasste auch die Kunst. Klassische Musik, gespielt auf echten Instrumenten zum aufmerksamen Genuss in akustisch her­vor­ra­gen­den Sälen, sah sich schon Jahrzehnte zuvor einem rapide schrumpfenden Publikum gegenüber. Doch dank besonderer Leistungen einiger Menschen trägt diese Musik noch heute gewichtige Bedeutung. Können wir von diesen Menschen lernen, wenn wir die Wertschätzung guten Essens erhöhen wollen?

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Polenta, Porridge & Pap – der Brei des Lebens

Getreidebrei, eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Welt, besteht aus nur zwei Zutaten und tritt dennoch in unzähligen Varianten auf. Durch seine einfache Zubereitung erlaubt er uns das Erkunden feiner Details, aus denen wir viel lernen können über die gesamte Nahrungskette aller Lebensmittel von der Erzeugung bis auf den Teller. Eine ausgezeichnete Gelegenheit, anhand eines einfachen Lebensmittels schrittweise in Feinheiten abzutauchen und dabei Neues zu erfahren.

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Hürdenlauf der Wahrnehmung

Ungetrübte Wahrnehmung von Fenchel

Oliver verzieht das Gesicht. »Heidelbeeren mag ich nicht, die sind mir zu sauer.« So schiebt er eine Schale frisch gepflückter Heidelbeeren als Dessert von sich. Weil er in seiner Jugend mal eine saure Heidelbeere gegessen hat. Oliver gehört damit zu den vielen Menschen, die ihrer ungetrübten Wahrnehmung drei Hürden in den Weg stellen. Doch wer einmal Kartoffelsalat gegessen hat, weiß dadurch nicht, was Kartoffelsalat ist. Sondern lediglich, wie ein Lebensmittel mit dem Namen Kartoffel­salat aussehen und schmecken kann. Wir verwechseln die Kenntnis von Namen mit Verständnis.

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Es sich selbst machen

Schlafzimmer und Küche haben eines gemeinsam: Wer sich nicht selbst befriedigt, hat keine Ahnung. Und wer es sich selbst macht, bereichert sein Leben immens. Kann man wirklich nur dann gut essen, wenn man selbst kocht?

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Restaurants als Bordelle

»Das erste Anzeichen ehelicher Probleme ist, wenn Mann oder Frau es anwidert, gemeinsam am Esstisch zu sitzen«, schreibt Richardson Wright 1943 in seinem Bed-Book of Eating and Drinking. Mehr gemeinsame Mahlzeiten am Küchentisch würden »den ehelichen Status stabilisieren. Ich glaube, dass ein Mann nicht um die Bedeutung und Sicherheit einer glücklichen Ehe weiß, bevor er sich selbst eine Mahlzeit gekocht hat.« Der Gang ins Restaurant wäre dann vergleichbar mit einem Bordellbesuch.

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Angst vor Nährstoffen

»Bekomme ich genügend Vitamine? Ist zu viel Eisen im Essen? Was ist mit dem Calcium und sollte ich nicht besser das Gluten meiden? Und wie soll ich all diese Nährstoffe aufnehmen, ohne zu viele Kalorien zu mir zu nehmen?« Statt die Zeit mit der Suche nach Antworten zu verbringen, sollten wir die Prämisse hinter diesen Fragen selbst anzweifeln.

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Schön essen

Bastian besteht auf einer gemeinsamen Mahlzeit der Familie am Tisch. Mehrfach huscht er von der Küche zum Esszimmer und richtet Teller, Besteck und Servietten sorgfältig an. Seine Familie wäre mit einem Teller auf dem Schoß vor dem Fernseher glücklich und würde eines niemals glauben: Bastians Besonnenheit bei der Vorbereitung des Esstischs hat erheblichen Einfluss auf Geschmack und Erlebnis des Essens.

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Der Wandel des Kochens

Kochen: Der ewig lästige Schritt vor dem Essen. Seit Anbeginn unserer Zeit versuchen wir, uns das Kochen zu erleichtern. Die Geschichte zeigt klare Trends für die Zukunft. Werden Häuser künftig über keine Küchen mehr verfügen und stattdessen ein Schrank mit Kühlschrank, Mikrowelle und Spülmaschine ihren Platz einnehmen?

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